Traditionsbetrieb Wildermuth Bau schließt nach 119 Jahren seine Pforten

Franka Meister
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Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" behauptet und einen Zitat von Präsident Biden enthält.Franka Meister

Traditionsbetrieb Wildermuth Bau schließt nach 119 Jahren seine Pforten

Wildermuth Bau, traditionelles Bauunternehmen aus Bietigheim-Bissingen, stellt nach 119 Jahren den Betrieb ein

Das 119 Jahre alte Bauunternehmen Wildermuth Bau mit Sitz in Bietigheim-Bissingen hat seine Türen geschlossen. Von der Schließung sind rund 100 Mitarbeiter betroffen, die nun mit Kündigungen konfrontiert sind. Viele von ihnen kündigten an, rechtlich gegen die Entscheidung vorzugehen. Die Gerichtsverfahren sollen im Januar beginnen und könnten sich bis März hinziehen.

Die Unternehmensführung hatte die Liquidation nach monatelangen wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Baubranche bekannt gegeben. Die Entscheidung wurde als letzter Ausweg dargestellt, der nicht leichtfertig getroffen worden sei. Ein Richter des Arbeitsgerichts erkannte später an, dass sich die Geschäftsführung bemüht habe, die Situation verantwortungsvoll zu handhaben.

Im Laufe des Sommers waren Schlichtungsgespräche zwischen dem Unternehmen und der Belegschaft gescheitert. In der Folge klagen nun etwa ein Drittel der Beschäftigten gegen ihre Entlassungen. Die ersten Verhandlungen finden im Januar statt, weitere Termine sind bis März angesetzt.

Die Unternehmensleitung hatte Einzelgespräche angeboten, um den Mitarbeitern bei der Stellensuche zu helfen. Doch ein 50-jähriger Beschäftigter äußerte Bedenken hinsichtlich der begrenzten Jobchancen – insbesondere für ältere Arbeitnehmer in der Branche. Auch die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kritisierte die Schließung scharf. Sie argumentierte, das Unternehmen sei in Spezialbereichen wie Hoch- und Tiefbau weiterhin gut aufgestellt gewesen. Zudem monierte die Gewerkschaft, dass die Belegschaft im Prozess nicht ausreichend einbezogen worden sei.

Das Ende von Wildermuth Bau markiert das Aus eines langjährigen Traditionsbetriebs in der Region. Mit den anstehenden Gerichtsverfahren wird sich entscheiden, wie es für viele der ehemaligen Mitarbeiter weitergeht. Der Fall wirft zudem ein Schlaglicht auf die größeren Herausforderungen in der Baubranche – besonders für jene, die im späteren Berufsleben von Entlassungen betroffen sind.

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