Klimapionier Hans-Martin Henning geht – wer füllt seine Lücke in der Energiewende?
Klimapionier Hans-Martin Henning geht – wer füllt seine Lücke in der Energiewende?
Führender Solarenergie-Physiker Hans-Martin Henning geht in den Ruhestand – und hinterlässt eine Lücke in der deutschen Klimapolitik
Professor Hans-Martin Henning, einer der renommiertesten Physiker auf dem Gebiet der Solarenergie, hat sich nach mehr als drei Jahrzehnten am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Laufbahn leitete er gemeinsam das größte Fraunhofer-Institut Deutschlands und beriet die Bundesregierung in Fragen der Klimapolitik. Nun, da er sich zurückzieht, fordern Wirtschaftsführer und Politiker klarere Strategien, um das deutsche Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.
Henning begann seine Tätigkeit am Fraunhofer ISE vor über 30 Jahren mit dem Schwerpunkt Solarenergieforschung. Von 2017 bis zu seinem Ruhestand führte er das Institut gemeinsam mit Andreas Bett und prägte es zu einem der einflussreichsten Zentren der Fraunhofer-Gesellschaft. Bis August 2023 leitete er zudem den Expertenrat der Bundesregierung für Klimafragen, wo er zentrale Schritte für den deutschen Weg zur Treibhausgasneutralität aufzeigte.
Zu seinen Empfehlungen gehörten die Modernisierung des Stromnetzes durch mehr Flexibilität und Digitalisierung, der beschleunigte Ausbau der Kernnetze sowie eine Reform der Subventionen, um soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten. Besonders betonte er die Dringlichkeit der Umsetzung des EU-Netzto-Null-Industrie-Gesetzes (NZIA), das 2024 in Kraft trat. Das Gesetz vereinfacht Genehmigungsverfahren, reduziert Bürokratie und priorisiert europäische grüne Technologien in öffentlichen Aufträgen und Förderprogrammen. In Deutschland ergänzt es nationale Initiativen wie die BIK-Förderung für CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS/CCU) mit bis zu 35 Millionen Euro pro Projekt sowie neue CO₂-Speichergesetze, die die industrielle Dekarbonisierung ohne starre Vorgaben vorantreiben sollen.
Auf einer kürzlichen Branchenveranstaltung wies Thekla Walker, baden-württembergische Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, auf die Notwendigkeit stabiler Planungsbedingungen hin, um Klimainvestitionen zu sichern. Norbert Schiedeck, Vorstandsvorsitzender der Vaillant Group, unterstrich dies und forderte Politiker auf, sich auf sachliche Debatten statt auf populistische Rhetorik zu konzentrieren. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ergänzte, Deutschland solle Klimatechnologien global entwickeln und exportieren – stets mit Blick auf das Neutralitätsziel 2045.
Deutschland hat seine Emissionen seit 1990 bereits halbiert, ohne dabei das Wirtschaftswachstum im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien oder Dänemark zu gefährden. Projekte wie das Netto-Null-Tal Lausitz gewinnen an Unterstützung, da sie Arbeitsplätze schaffen und klimafreundliche Technologien fördern – auch wenn detaillierte Investitionszahlen seit 2024 noch rar sind.
Hennings Ruhestand markiert das Ende einer langjährigen Karriere, die der Solarenergie und Klimapolitik entscheidende Impulse verlieh. Seine Vorschläge zur Netzinfrastruktur, zielgerichteten Förderungen und schnelleren Umsetzung europäischer Klimavorgaben bleiben zentral für die deutsche Strategie. Mit bereits halbierten Emissionen seit 1990 gilt es nun, den Schwung durch stabile Rahmenbedingungen und technologische Innovation aufrechtzuerhalten.
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