05 April 2026, 06:31

Wie deutsche Städte junge Menschen für Kommunalpolitik begeistern wollen

Gruppe von Menschen auf einer Bühne mit Blumensträußen und Urkunden, vor dem Hintergrund "Youth Solar Awards 2019"

Wie deutsche Städte junge Menschen für Kommunalpolitik begeistern wollen

Viele deutsche Städte finden neue Wege, um junge Menschen in die Kommunalpolitik einzubinden. Projekte wie das Jugendparlament in Lingen oder das Programm Jugend Bewegt in Baden-Württemberg zeigen, wie Gemeinden jungen Einwohner:innen eine echte Stimme geben können. Doch trotz dieser Erfolge tun sich manche Kommunen weiterhin schwer, die jüngere Generation in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

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Für alle, die sich näher informieren möchten, bietet das Magazin KOMMUNAL jetzt ein kostenloses Probeabo mit drei Ausgaben zum Thema Jugendbeteiligung in der Politik an.

In Niedersachsen gibt es das Jugendparlament in Lingen bereits seit über 20 Jahren. Die Gruppe setzt sich unter anderem für mehr Verkehrssicherheit und bessere Radwege ein und beweist damit, dass junge Menschen konkrete Veränderungen anstoßen können. Der Bürgermeister der Stadt führt einen Teil des Erfolgs darauf zurück, dass die Teilnehmer:innen ein eigenes Budget erhalten – so können sie Projekte finanzieren, die ihnen wichtig sind.

Anderswo, wie etwa bei der Zukunftswerkstatt in Kulmbach, wird ein praxisorientierter Ansatz verfolgt. Zunächst werden junge Einwohner:innen gefragt, welche Themen sie besonders bewegen. Gemeinsam entwickeln sie dann eine Vision für eine jugendfreundlichere Gemeinde. Ziel ist es nicht nur, zuzuhören, sondern Ideen auch in die Tat umzusetzen.

Das Programm Jugend Bewegt in Baden-Württemberg unterstützt ähnliche Initiativen in der gesamten Region. Es hilft Kommunen, Strukturen zu schaffen, die junge Menschen dauerhaft in lokale Entscheidungen einbinden. Ein zentrales Anliegen ist es, die Abwanderung junger Menschen aus ländlichen Gebieten zu verringern, indem sie sich stärker mit ihrer Heimat verbunden fühlen. Studien deuten zudem darauf hin, dass aktive Teilhabe Extremismus vorbeugen kann, indem sie jungen Menschen konstruktive Möglichkeiten bietet, ihre Anliegen einzubringen.

Trotz dieser positiven Beispiele stehen viele Städte noch vor Herausforderungen. Manche haben Schwierigkeiten, junge Menschen zu Ratssitzungen zu motivieren, oder ihnen fehlen schlicht die Mittel, um jugendspezifische Projekte auf den Weg zu bringen. Für Kommunalverantwortliche, die Anregungen suchen, liefert das KOMMUNAL-Magazin Fallbeispiele und praktische Tipps. Ein Jahresabo kostet 49 Euro, doch das Probeabo ermöglicht es Leser:innen, drei Ausgaben kostenlos kennenzulernen.

Initiativen wie das Jugendparlament in Lingen oder die Zukunftswerkstatt in Kulmbach zeigen: Wenn junge Menschen die richtigen Werkzeuge an die Hand bekommen, können sie ihre Gemeinden mitgestalten. Durch Budgets, Workshops und eigene Plattformen lässt sich Engagement in nachhaltige Verbesserungen umwandeln. Die Hoffnung ist, dass immer mehr Kommunen diese Modelle übernehmen – und so junge Einwohner:innen halten, einbinden und zum Aufblühen bringen.

Quelle