05 April 2026, 08:30

SPD Pforzheim wählt Striegler mit 81 Prozent erneut zum Vorsitzenden

Zeichnung des Hauptsaals des Deutschen Bundestages in Berlin mit einer Fahne oben und begleitendem Text auf dem Papier.

SPD Pforzheim wählt Striegler mit 81 Prozent erneut zum Vorsitzenden

Die Pforzheimer SPD hat ihren Kreisvorstand mit deutlicher Unterstützung für die Führung neu gewählt. Frederic Striegler sicherte sich eine weitere Amtszeit als Vorsitzender mit über 80 Prozent der Stimmen. Gleichzeitig übt die Stadtratsfraktion der Partei Kritik an konkurrierenden Gruppen, denen sie vorwirft, Parteipolitik über lokale Belange zu stellen.

Die Wahlen fanden im Bürgerhaus Buckenberg-Haidach statt, wo sich rund 40 Mitglieder versammelten, um ihre Stimmen abzugeben. Die Ergebnisse spiegeln eine breite Zustimmung zum bisherigen Kurs der SPD in der Stadt wider.

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Frederic Striegler wurde mit 81,3 Prozent der Stimmen als Vorsitzender der SPD Pforzheim wiedergewählt. Auch seine Stellvertreter, Annkathrin Wulff und Christophährlein, behielten ihre Positionen – sie erhielten 87,5 beziehungsweise 90,3 Prozent der Stimmen. Der zwölfköpfige Kreisvorstand bleibt damit in unveränderter Besetzung.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat äußert sich besorgt über mehrere kommunalpolitische Vorhaben. Sie lehnt die Pläne von Oberbürgermeister Peter Boch für die östliche Innenstadt ab und bezeichnet den Ansatz als irreführend für die Bürger und schädlich für Investitionen. Zudem setzt sich die Gruppe für den Erhalt der Abteilung IV in der Verwaltung ein, da sie nach dem erwarteten Abgang von Oberbürgermeisterin Monika Müller um deren Zukunft fürchtet.

Die Haushaltsdebatten verschärfen die Spannungen. Die SPD warnt, dass künftige Entwürfe die Förderung kleinerer sozialer Träger kürzen könnten. Sie wirft CDU, AfD, FDP und Freien Wählern vor, Parteiinteressen über die Bedürfnisse Pforzheims zu stellen.

Seit den Kommunalwahlen 2019 hat sich die politische Landschaft in Pforzheim gewandelt. Während Grüne und CDU ihre Koalition vor der Landtagswahl 2026 aufrechterhalten, haben sich FDP und Linke aus lokalen Bündnissen zurückgezogen. Welche Rolle die SPD in diesen Verschiebungen spielt, bleibt unklar – doch die Fraktion stellt weiterhin Entscheidungen infrage, die sie als nachteilig für die Stadt ansieht.

Mit einem wiedergewählten Vorstand und einer klaren Haltung zu lokalen Themen geht die Pforzheimer SPD nun in die nächste Phase. Ihre Ablehnung von Haushaltskürzungen und Entwicklungsplänen hebt sie im Stadtrat hervor. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich ihre Position auf die Stadtpolitik bis zur Wahl 2026 auswirkt.

Quelle