05 April 2026, 08:29

Elektroautos stabilisieren Stromnetz: Pilotprojekt mit 100 Fahrzeugen überzeugt

Elektrofahrzeug-Ladestationen an einer Wand in einer Tiefgarage mit Informationsschildern darunter.

Elektroautos stabilisieren Stromnetz: Pilotprojekt mit 100 Fahrzeugen überzeugt

Groß angelegtes Pilotprojekt in Deutschland beweist: Elektroautos können das Stromnetz stabilisieren

Die Initiative OctoFlexBW, an der 100 Elektrofahrzeuge teilnahmen, erzielte vielversprechende Ergebnisse: Fast alle Besitzer beteiligten sich aktiv, und die Steuerung der Ladevorgänge funktionierte zuverlässig. Nun soll das Projekt in der nächsten Phase auf mindestens 1.500 Fahrzeuge ausgeweitet werden – mit Schwerpunkt auf der Verbesserung von Prognosetools und Überwachungssystemen.

Unter der Leitung von TransnetBW und Octopus Energy testete das Pilotvorhaben, wie Elektroautos zur Netzstabilität beitragen können. Rund 100 Fahrzeuge waren beteiligt, wobei sich sämtliche Besitzer dem Programm anschlossen. Im Schnitt musste nur etwa ein Drittel der Flotte zu einem bestimmten Zeitpunkt die Ladezeiten anpassen.

Während des Tests verlief die Kommunikation zwischen der DA/RE-Plattform von TransnetBW und dem Kraken-System von Octopus Energy reibungslos. Über 90 Prozent der Fahrzeuge folgten wie vorgesehen den angepassten Ladeanforderungen. Die Besitzer zeigten sich zufrieden – viele bemerkten die Änderungen gar nicht und sparten obendrein Stromkosten.

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Das Projekt geht nun unter dem Namen DataFleX in die nächste Runde: Ziel sind 1.500 Elektrofahrzeuge und präzisere Prognoseinstrumente. Parallel läuft ein weiteres Pilotvorhaben mit 75 VW ID. Buzz-Transportern, das Vehicle-to-Grid (V2G)-Technologie erprobt. Verantwortlich sind Volkswagen Nutzfahrzeuge und enercity. Die DA/RE-Plattform, Deutschlands erste digitale Lösung für Redispatch 2.0, übernimmt dabei die Abrechnung der Projekte.

Der Erfolg des Pilotprojekts bestätigt, dass Elektroautos zuverlässig zur Netflexibilität beitragen können. In der nächsten Phase mit 1.500 Fahrzeugen werden Prognose- und Überwachungstools weiter getestet. Gleichzeitig untersuchen zusätzliche Versuche mit VW und enercity, wie V2G-Technologie unter realen Bedingungen funktioniert.

Quelle