24 April 2026, 22:28

TMZ erobert Washington: Wenn Promi-Journalismus auf Politik trifft

Porträt von George Washington in Anzug und Krawatte, mit zurückgekämmtem Haar, der direkt in die Kamera schaut und einen ernsten Gesichtsausdruck hat.

TMZ erobert Washington: Wenn Promi-Journalismus auf Politik trifft

Die Grenzen zwischen Politik und Unterhaltung verschwimmen zunehmend – nun dehnt TMZ seine Berichterstattung auf Washington aus. Das für seine aggressive Berichterstattung bekannte Promi-Portal wendet nun dieselben Methoden auf Politiker an, die es sonst bei Stars einsetzt. Unterdessen verharren die Zustimmungswerte für Kongress und Präsidentschaft auf historisch niedrigem Niveau.

TMZ, 2005 vom Medienmacher Harvey Levin gegründet, schickt mittlerweile Reporter in die Hauptstadt, um Abgeordnete öffentlich zur Rede zu stellen. Zudem bittet das Portal die Öffentlichkeit, spontane Schnappschüsse von Politikern einzusenden – eine Taktik, die sonst Hollywood-Stars vorbehalten ist. Einer der ersten viral gegangenen Momente zeigte Senator Lindsey Graham mit einem Zauberstab in Disney World.

Der Wandel fällt in eine Zeit, in der sich die Verbindungen zwischen Washington und der Unterhaltungsbranche verdichten. Die aktuelle Regierung wird seit sechs Jahren von einem ehemaligen Reality-TV-Star geführt. Sein Kabinett umfasst einen Ex-Wrestling-Funktionär und ein ehemaliges Real World-Castmitglied. Erst kürzlich besuchten über ein halbes Dutzend Stars aus dem Real Housewives-Franchise den Capitol Hill.

Auf einer Pressekonferenz des Pentagons erkannte Verteidigungsminister Pete Hegseth TMZ sogar offiziell an und bezeichnete die Reporter als "neue Mitglieder unserer Pressegruppe hier". Der Vorfall unterstreicht, wie stark sich Promikultur und Politik mittlerweile vermischen.

Doch die Stimmung in der Bevölkerung bleibt gedrückt. Laut einer Umfrage von AP-NORC billigen nur 33 Prozent der US-Erwachsenen die Amtsführung des Präsidenten. Gallup-Zahlen zeigen zudem, dass die Ablehnung des Kongresses mit 86 Prozent einen Rekordwert erreicht hat.

Mit seinem Vorstoß in die politische Berichterstattung vertieft TMZ die seit Langem bestehende Verzahnung von Washington und Hollywood. Angesichts der historisch niedrigen Zustimmungswerte für Kongress und Präsidentschaft könnte das Portal die Art und Weise verändern, wie Politiker mit den Medien umgehen. Sein konfrontativer Stil könnte der politischen Berichterstattung eine neue Dynamik verleihen.

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