24 April 2026, 22:28

Fusion in der Schifffahrt und BGH-Urteil beenden jahrzehntelangen Holzstreit

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Fusion in der Schifffahrt und BGH-Urteil beenden jahrzehntelangen Holzstreit

In dieser Woche haben sich in Deutschland zwei bedeutende juristische Entwicklungen ergeben. Ein vielbeachteter Zusammenschluss in der Schifffahrtsbranche erhielt entscheidende Beratungsunterstützung, während ein langjähriger Streit in der Holzindustrie durch ein richtungsweisendes Urteil beendet wurde. Beide Fälle betrafen führende Kanzleien und unterlagen einer intensiven regulatorischen Prüfung.

In der Schifffahrtsbranche begleitete die Kanzlei Watson Farley & Williams (WFW) das Unternehmen Zeaborn bei der Fusion mit der Intermarine Group. Das Hamburger Team unter der Leitung des Schifffahrtsexperten Christian Finnern zeichnete für die Transaktion verantwortlich. Zeaborn, an dem der Bremer Unternehmer Kurt Zech mehrheitlich beteiligt ist, wird nach dem Zusammenschluss die Mehrheit am neu gegründeten Unternehmen Zeamarine halten. Hinter Intermarine steht die New Yorker Investmentfirma New Mountain Capital. Der Deal bedarf jedoch noch der kartellrechtlichen Freigabe, bevor er abgeschlossen werden kann.

Nach der Genehmigung wird Zeamarine zum drittgrößten Unternehmen seiner Branche weltweit aufsteigen.

Unterdessen fällte der Bundesgerichtshof (BGH) ein endgültiges Urteil in einem Streitfall der Holzindustrie. Im Mittelpunkt stand eine Verpflichtungserklärung Baden-Württembergs aus dem Jahr 2008, die das Bundeskartellamt zuvor für rechtlich bindend erklärt hatte. Der BGH entschied, dass das Kartellamt nicht befugt war, den Fall erneut aufzugreifen, und hob damit sowohl das Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf als auch den Untersagungsbescheid des Kartellamts auf. Die Kanzlei CMS beriet Baden-Württemberg seit 2014 in dieser Angelegenheit, wobei Harald Kahlenberg das juristische Team leitete.

Die Fusion von Zeaborn und Intermarine steht nun noch ausstehender regulatorischer Zustimmung gegenüber. Bei Erfolg wird das fusionierte Unternehmen die globale Schifffahrtslandschaft neu prägen. Im Holzsektor beendet das BGH-Urteil einen jahrzehntelangen Rechtsstreit und bestätigt die Gültigkeit der früheren Zusagen Baden-Württembergs.

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