Rückversicherer rüsten sich gegen wachsende Naturgefahren bis 2026
Franka MeisterRückversicherer rüsten sich gegen wachsende Naturgefahren bis 2026
Die Rückversicherungsbranche verlagert ihren Fokus, da sekundäre Naturgefahren wie Waldbrände, Überschwemmungen und schwere Stürme an Häufigkeit und Ausmaß zunehmen. Mit den anstehenden wichtigsten Vertragsverlängerungen zum 1. Januar 2026 steigt die Nachfrage nach Absicherung gegen diese Risiken stark an. Branchenführer stufen sie mittlerweile als primäre Herausforderungen ein – und nicht länger als nachrangige Bedrohungen.
In den vergangenen fünf Jahren hat Europa einen schnelleren Anstieg sekundärer Naturgefahren verzeichnet als der globale Durchschnitt. Ereignisse wie die Flutkatastrophe in Deutschland 2021 oder die Überschwemmungen in Bosnien 2024 unterstreichen diesen Trend, wie Daten der EM-DAT- und Copernicus-Datenbanken zeigen. Zwar verzeichnen Asien und das südliche Afrika absolut mehr Katastrophen, doch die pro-Kopf-Zunahme fällt in Europa besonders ins Gewicht.
Auf dem Rückversicherungstreffen 2025 in Baden-Baden betonten Experten, dass das Waldbrandrisiko in Europa mittlerweile mit dem in den USA vergleichbar ist. Bertrand Romagne, Internationaler CEO von AXA XL Reinsurance, forderte eine Neubewertung der Einstufung dieser Gefahren. Er verwies darauf, dass strengere Bauvorschriften – wie etwa Kaliforniens "Chapter 7A" – das Waldbrandrisiko um das 2,8-Fache senken können.
AXA XL Reinsurance reagiert darauf, indem das Unternehmen die Diversifizierung von Kumulrisiken priorisiert, um die Exposition gegenüber Naturkatastrophen zu steuern. Zudem setzt der Konzern auf Transparenz und hochwertige Daten, um Kunden effektiv zu bedienen. Trotz etwas nachgebender Prämien im Vergleich zum Höchststand 2023 bleibt der Markt attraktiv – mit soliden Renditen in vielen Bereichen.
Ab 2026 sollen Rückversicherer voraussichtlich ihre Kapitalkosten decken. Entscheidend dafür sind Erfahrung, finanzielle Stärke, Disziplin und Reputationskapital. AXA XL strebt an, gemeinsam mit seinen strategischen Partnern zu wachsen und sie durch Marktzyklen hindurch zu unterstützen.
Vor den Vertragsverlängerungen 2026 entwickelt die Branche ihren Umgang mit sekundären Naturgefahren weiter. Unternehmen wie AXA XL passen sich mit datengestützten Strategien und engeren Kundenpartnerschaften an. Angesichts der zunehmenden Waldbrand- und Hochwasserrisiken müssen Rückversicherer Risikomanagement und nachhaltige Erträge in Einklang bringen.
Swiss Re report reveals 2025's $107bn insured losses driven by secondary perils
New data from Swiss Re confirms secondary perils dominated global insured losses in 2025. Here are the key findings:
- $107 billion total losses recorded, with 92% attributed to wildfires, storms and floods.
- Los Angeles wildfires alone caused $40 billion in damages, the largest wildfire loss on record.
- Experts warn 2026 could see losses rise to $320 billion under peak scenarios due to growing exposure.






