Neuwied diskutiert Fusion der Fußballvereine – und die Stadionfrage bleibt offen
Juan MentzelNeuwied diskutiert Fusion der Fußballvereine – und die Stadionfrage bleibt offen
Treffen in Neuwied: Stadt und Fußballvereine beraten über mögliche Fusion
In Neuwied kamen Stadtvertreter und lokale Fußballclubs zu Gesprächen zusammen, um eine mögliche Fusion zu erörtern. Oberbürgermeister Jan Einig, Bürgermeister Peter Jung sowie Vertreter des VfL Neuwied und von Vatanspor Neuwied nahmen an den Beratungen teil. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich ein Zusammenschluss mit Cosmos Koblenz auf die Stadionverfügbarkeit und die Infrastruktur auswirken würde.
Die Stadt bestätigte, zwar keinen direkten Einfluss auf die Fusion zu haben, begrüßte jedoch den frühen Austausch. Ein zentrales Anliegen war, ob die bestehenden Sporteinrichtungen in Neuwied den Anforderungen eines fusionierten Teams gerecht werden könnten. Der Sportkomplex an der Bimsstraße, Heimat der SG Neuwied, wird derzeit geprüft, ob er den Standards der Oberliga entspricht.
Auch das Raiffeisen-Stadion wurde begutachtet – hier stellten die Verantwortlichen fest, dass es nur teilweise die Voraussetzungen für den regulären Spielbetrieb erfüllt. Kritische Punkte waren die Qualität des Spielfelds und veraltete Ausstattung. Eventuelle Modernisierungen würden sich aufgrund notwendiger Bauleitverfahren und umfangreicher Planungen verzögern.
Die vorhandenen Anlagen sind bereits voll ausgelastet und dienen den örtlichen Vereinen ohne Möglichkeit zur Erweiterung. Die Stadt machte deutlich, dass keine zusätzlichen Flächen zur Verfügung stehen und die bestehenden Nutzungsrechte unverändert bleiben. Mittelfristig könnten jedoch Verbesserungen an der Bimsstraße die Bedingungen für den Spielbetrieb auf höherem Niveau schrittweise anheben.
Die Gespräche zeigten die Herausforderungen bei der Stadionverfügbarkeit und den Infrastrukturbedarf im Falle einer Fusion auf. Zwar wurden keine sofortigen Lösungen gefunden, doch betonte die Stadt die Notwendigkeit einer langfristigen Planung. Weitere Prüfungen sollen klären, ob der Komplex an der Bimsstraße künftig Oberliga-Spiele austragen kann.






