Martin La Roche verwandelt den NKV Wiesbaden in einen begehbaren Gedächtnispalast
Juan MentzelMartin La Roche verwandelt den NKV Wiesbaden in einen begehbaren Gedächtnispalast
Ab Ende März 2025 verwandelt sich der Nassauische Kunstverein Wiesbaden (NKV) in einen begehbaren Gedächtnispalast. Der Künstler Martin La Roche gestaltet das gesamte Gebäude zu einem räumlichen Modell des Erinnerens und lädt Besucher ein, zu erkunden, ins Gespräch zu kommen und nachzudenken. Die Ausstellung läuft vom 28. März bis zum 15. Juni mit Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag, 14–18 Uhr, sowie am Wochenende von 11–18 Uhr.
Die Reise beginnt im ersten Obergeschoss, wo sich La Roches Parcours durch thematisch gestaltete Räume entfaltet. Die Besucher betreten zunächst das Foyer, bevor es weitergeht in den Spielraum, die Bibliothek und den Videoraum. Im Zentrum des Spielraums steht die Installation "Sandspiel", inspiriert von Dora Kalffs Sandspieltherapie.
Im zweiten Obergeschoss erweitert sich das Erlebnis mit der Museumshalle, dem Farbraum, dem Archiv, dem Wintergarten und dem Inventarraum. Jeder dieser Räume trägt zum übergreifenden Konzept der Erinnerung bei und verbindet Kunst mit interaktiven Elementen.
Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das "Musée Légitime" – ein Museum, das in einen Hut passt. Seit seinem Start 2020 hat das Projekt über 1.200 Miniaturkunstwerke von Künstlern weltweit gesammelt. Zum ersten Mal wird die gesamte Sammlung in Wiesbaden gezeigt – ein bedeutender Moment für das wandernde Museum.
Anders als eine klassische Kunstausstellung fordert diese Schau zur Mitwirkung auf. Sie ist als Ort des Spiels und des Dialogs konzipiert, nicht zum bloßen Betrachten. Der Gedächtnispalast verwandelt den NKV in der Wilhelmstraße 15 bis Mitte Juni 2025 in ein immersives Erlebnis. Besucher können La Roches Vision von Erinnerung durch Räume, Installationen und das einzigartige "Musée Légitime" erkunden. Das Projekt setzt die globale Erforschung des Künstlers zu Miniaturmuseen und interaktiver Kunst fort.






