"Enter the Gungeon 2" setzt auf 3D und bewusste Abkehr von Roguelike-Trends
Franka Meister"Enter the Gungeon 2" setzt auf 3D und bewusste Abkehr von Roguelike-Trends
Dodge Roll entwickelt Enter the Gungeon 2 – den Nachfolger des erfolgreichen Titels von 2016. Der Originaltitel prägte maßgeblich das moderne Action-Roguelike-Genre und hat mittlerweile über 14 Millionen Exemplare verkauft. Erst diesen Monat feierte das Studio das zehnjährige Jubiläum des Spiels.
Das Team möchte dem Mix aus Roguelike- und Bullet-Hell-Mechaniken des ersten Teils treu bleiben, setzt dabei jedoch auf einen frischen 3D-Artstyle. Doch Designer Dave Crooks äußert Bedenken hinsichtlich der aktuellen Entwicklung des Genres.
Enter the Gungeon zählte zu den frühen Erfolgsgeschichten der modernen Roguelike-Szene. Die Kombination aus schnellem Kampfgeschehen, zufälligen Durchläufen und präzischem Gameplay setzte Maßstäbe für ähnliche Titel. Zehn Jahre später arbeitet Dodge Roll nun an einem Nachfolger, der das Kernerlebnis bewahrt, aber auf 3D-Grafik umsteigt.
Crooks spricht offen über seine Sorgen um das Genre. Sein Eindruck: Viele aktuelle Roguelikes setzen zu stark auf glücksspielähnliche Mechaniken, um Spieler zu binden – ein Trend, der seiner Meinung nach mit Vampire Survivors begann und sich seither in Spielen wie Balatro fortsetzt. Zudem verwische zunehmend die Grenze zwischen klassischen Roguelikes und zugänglicheren "Roguelites", wobei immer weniger Titel an der strengen, traditionellen Formel festhielten.
Die Studiogründer Crooks und Drucker deuten an, dass Enter the Gungeon 2 sich bewusst von diesen Trends distanzieren könnte. Stattdessen wollen sie den Fokus auf das präzise Gameplay und die Herausforderung legen, die den ersten Teil so besonders machten. Die Entwicklung des Nachfolgers deutet damit auf eine Rückkehr zu den Wurzeln des Genres hin – bei gleichzeitiger Innovation.
Mit Enter the Gungeon 2 strebt Dodge Roll einen würdigen Nachfolger an, der das Erbe des Originals ehrt. Der neue 3D-Artstyle und die verfeinerten Mechaniken sollen das Spiel sowohl vom Vorgänger als auch von aktuellen Genre-Trends abheben. Crooks' Aussagen unterstreichen dabei eine wachsende Debatte darüber, wie Roguelikes Herausforderung, Spielspaß und Spielerbindung in Einklang bringen.






