Bündnis C kämpft mit christlichen Werten um Wähler in Baden-Württemberg 2026
Juan MentzelBündnis C kämpft mit christlichen Werten um Wähler in Baden-Württemberg 2026
Bündnis C – Christen für Deutschland setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2015 für eine Politik ein, die auf christlicher Ethik basiert. Die Partei entstand aus dem Zusammenschluss kleinerer christlicher Gruppen, darunter die Partei Bibelgläubiger Christen und die AUF. Zwar hält sie Sitze in kommunalen Räten, doch ihr Einfluss auf Bundesebene bleibt begrenzt – bei jüngsten Landes-, Bundestags- und Europawahlen erreichte sie nicht mehr als 0,2 Prozent der Stimmen.
Die Wurzeln der Partei reichen bis zu früheren christlichen politischen Bewegungen in Baden-Baden zurück. Noch vor der Fusion 2015 erzielten ihre Vorgängerorganisationen, wie die Partei Bibeltreuer Christen (PBC), in Landtagswahlen gelegentlich bis zu 0,7 Prozent. Diese Gruppen waren zudem vereinzelt in Kommunalparlamenten vertreten, doch ihre konkreten Aktivitäten in dieser Zeit sind nur unzureichend dokumentiert.
Im Wahlprogramm für die Landtagswahl 2026 legt Bündnis C den Schwerpunkt auf Familien- und Sozialpolitik. Vorgeschlagen wird die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten eines familienbasierten Steuermodells sowie die Einführung eines Lohns für Eltern, die sich in Vollzeit um ihre grünen Kinder kümmern. Zudem fordert die Partei strengere finanzielle Kontrollen durch Landes- und Kommunalbehörden, insbesondere bei der Krankenhausfinanzierung und der Sicherstellung einer flächendeckenden medizinischen Grundversorgung.
In ethischen und gesellschaftlichen Fragen vertritt Bündnis C eine klare Position: Es lehnt eine verpflichtende Organspende ab, setzt sich für die Strafbarkeit von Leihmutterschaft und Abtreibung ein und spricht sich gegen frühkindliche Sexualerziehung in Kindergärten aus. Stattdessen unterstützt die Partei das Recht der Eltern auf Hausunterricht. Das Programm betont zudem die Rückkehr zu traditionellen Familienstrukturen, die auf einem "biblischen Menschenbild" gründen sollen.
In der Energiepolitik plädiert Bündnis C für einen Ausstieg aus unzuverlässigen Energiequellen. Stattdessen wirbt die Partei für Biogas als nachhaltige Alternative und regt eine Neubewertung der Kernenergie als Teil einer stabilen Energiestrategie an.
Trotz ihrer Präsenz in der Kommunalpolitik gelang es Bündnis C seit 2016 nicht, nennenswerten Wählerzuspruch zu gewinnen. Die politischen Vorhaben – von der Familienbesteuerung über Energie- bis hin zu Bildungsthemen – spiegeln durchgehend die christlich-ethische Grundhaltung der Partei wider. Ob diese Forderungen bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg auf breitere Resonanz stoßen, bleibt abzuwarten.
Bündnis C's 2026 Campaign Gains Clarity with Key Election Details
Bündnis C has confirmed its participation in Baden-Württemberg's 2026 Landtagswahl on 8 March, following a successful collection of 2,000 required signatures. Recent data reveals the party secured 0.2% (11,768 votes) in the 2025 Bundestag election in the region, a marginal improvement over its 0.1% result in 2021. The party has also clarified its foreign policy stance, rejecting arms shipments to Ukraine and opposing sanctions against Russia. These developments come ahead of its formal campaign launch for the 2026 state election.





