30 April 2026, 06:32

Apotheke in Hessen kämpft gegen 4.000-Euro-Rückforderung wegen fehlender Chargennummern

Schwarz-weiß-Foto eines vintage-Apothekeninneren mit einer Theke, Schüben, einer Leiter und Regalen, die mit verschiedenen Gegenständen bestückt sind, mit Text oben.

Apotheke in Hessen kämpft gegen 4.000-Euro-Rückforderung wegen fehlender Chargennummern

Eine Apotheke in Hessen sieht sich mit der Forderung konfrontiert, fast 4.000 Euro zurückzuzahlen, nachdem eine Krankenkasse fehlende Chargennummern auf Rezepten beanstandet hatte. Die IKK classic wirft der Apotheke vor, bei sieben Abrechnungen die vorgeschriebenen Daten in der elektronischen Rechnungsstellung nicht angegeben zu haben. Der betroffene Apotheker hat nun mit Unterstützung des Hessischen Apothekerverbandes offiziellen Widerspruch eingelegt.

Der Streit begann, als die IKK classic elektronische Abrechnungsunterlagen prüfte und dabei sieben Rezepte ohne Chargennummern feststellte. Die Krankenkasse fordert nun eine Rückforderung in Höhe von 4.033,99 Euro und begründet dies damit, dass die fehlenden Angaben gegen die Abrechnungsvorschriften verstoßen.

Apothekeninhaber Andreas Grünebaum betont, dass alle Abläufe korrekt eingehalten wurden. Er versichert, dass interne Überprüfungen keine Unregelmäßigkeiten bei der Bearbeitung der Rezepte ergeben hätten. Die Apotheke nutzt die Pharmatechnik-Software und hält sich an einen standardisierten Arbeitsablauf für die Abgabe und Dokumentation von Medikamenten.

Um das Problem zu klären, arbeitet die Apotheke mit ihrem Softwareanbieter zusammen, um zu ermitteln, warum die Chargennummern nicht übermittelt wurden. Dennoch hat Grünebaum gegen die vollständige Rückforderung Widerspruch eingelegt – gestützt durch den Landesapothekerverband.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Fall hängt nun davon ab, ob es sich bei den fehlenden Daten um einen Übertragungsfehler oder ein Verfahrenversäumnis handelt. Die Forderung der IKK classic stützt sich auf die bei ihr eingegangenen Informationen, während die Apotheke weiterhin ihre Regelkonformität verteidigt. Eine Klärung wird von weiteren Untersuchungen zur Software und zum Abrechnungsprozess abhängen.

Quelle