14 June 2026, 12:25

Wim Wenders zieht Falsche Bewegung zurück – ein spätes Eingeständnis

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Wim Wenders zieht Falsche Bewegung zurück – ein spätes Eingeständnis

Eine kürzliche Vorführung von Wim Wenders’ Film Falsche Bewegung aus dem Jahr 1975 im Frankfurter Filmmuseum hat die Debatte über sein umstrittenes Erbe neu entfacht. Der Film zeigt Nastassja Kinski in einer halb nackten Szene im Alter von 13 Jahren und wirft damit Fragen zum Umgang mit Kinderdarstellern und vergangenen Skandalen in der Filmbranche auf.

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Nastassja Kinski hatte jahrelang für die Entfernung der Szene gekämpft. Erst als Wenders ihre Bitte öffentlich ablehnte, fand ihr Anliegen breitere Unterstützung. Später entschuldigte sich der Regisseur und zog den Film aus dem Verleih zurück.

Andere Schauspielerinnen berichten von gemachten Erfahrungen als Kinderdarstellerinnen. Natalie Portman, die mit 12 Jahren in Léon – Der Profi mitspielte, empfand Fanpost mit beunruhigendem Inhalt als verstörend. Brooke Shields, die in Pretty Baby eine elfjährige Kinderprostituierte verkörperte, äußerte ebenfalls Unbehagen, ihre Rolle rechtfertigen zu müssen. Jodie Foster hingegen sprach stets mit Humor über ihre Mitwirkung in Taxi Driver.

Dakota Fanning und Kirsten Dunst teilten Portmans Haltung und betonten die Notwendigkeit professioneller Standards und Respekt am Set. Die Diskussion wirft zudem die Frage auf, ob Filme ohne Beeinträchtigung ihrer künstlerischen Integrität nachträglich bearbeitet werden sollten – manche plädieren für die Bewahrung des Originalwerks.

Kinskis Eingreifen veränderte die Art und Weise, wie die Branche über vergangene Skandale mit jungen Schauspielern spricht. Wenders’ Entscheidung, den Film zurückzuziehen, war eine klare Reaktion auf die Kontroverse. Die Debatten unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit Kinderdarstellern in Hollywood.

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