30 June 2026, 22:24

Stromnetz am Limit: Warum erneuerbare Energien in Baden oft nicht ans Netz kommen

Die Stromnetze im Süden Baden-Württembergs sind am Limit: Ausbau wird zur Schlüsselfrage

Stromnetz am Limit: Warum erneuerbare Energien in Baden oft nicht ans Netz kommen

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um den Ausbau des Stromnetzes zu erörtern. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert und brachte die wichtigsten regionalen Netzbetreiber zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Herausforderungen bei der Integration erneuerbarer Energien und dem steigenden Strombedarf.

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Das Treffen machte ein wachsendes Problem deutlich: Neue Wind- und Solaranlagen können oft nicht ans Netz angeschlossen werden, weil die Kapazitäten erschöpft sind. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Industriekunden. Immer mehr Städte und Gemeinden erhalten zudem Anfragen zu Batteriespeichersystemen.

Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, betonte die Bedeutung einer abgestimmten Planung von Erzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch. Die Netzbetreiber wiesen darauf hin, dass auch großflächige Batteriespeicher das Netz zusätzlich belasten. Der Regionalrat Freiburg reagierte darauf mit der Ankündigung, Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen und besser zu koordinieren.

Der Ausbau der Netzinfrastruktur hält mit dem Tempo des Zubaus erneuerbarer Energien und der steigenden Nachfrage nicht Schritt. Die Region will die Abstimmung verbessern, um Engpässe zu vermeiden. Schnellere Genehmigungsverfahren für Netzkomponenten sollen dazu beitragen, Angebot und Verbrauch effizienter aufeinander abzustimmen.

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