26 April 2026, 10:30

Wie IT und Collaborative Commerce die Automobilindustrie bis 2010 revolutionieren

Schwarzer und weißer Papierbogen mit gedrucktem Text, der "A.S. Cleghorn & Co. Importeure, Groß- und Einzelhandelsgeschäfte in Allgemeinwaren" lautet.

Wie IT und Collaborative Commerce die Automobilindustrie bis 2010 revolutionieren

Die Automobilindustrie steht vor tiefgreifenden Veränderungen, da die Technologie die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern neu gestaltet. Experten sagen einen deutlichen Rückgang sowohl bei den Automobilherstellern als auch bei den Zulieferern bis zum Jahr 2010 voraus – von den derzeit fifteen großen Fahrzeugherstellern werden voraussichtlich nur noch sechs bis zehn übrig bleiben. Vor diesem Hintergrund trafen sich Branchenführer am 9. und 10. Juli 2002 in Stuttgart zur 5. EUROFORUM-Anwenderkonferenz, um über die Zukunft der IT in der Automobilproduktion zu diskutieren.

Die unter dem Titel "IT in der Automobilindustrie" stehende Konferenz konzentrierte sich auf Strategien, um die Beziehungen zwischen Herstellern und Zulieferern durch Technologie zu stärken. Ein zentrales Thema war Collaborative Commerce – der Einsatz internetbasierter Werkzeuge, um die Zusammenarbeit in der gesamten Branche zu verbessern. Die Redner betonten, wie IT-gestützte Lösungen die Wertschöpfungskette optimieren und so die Effizienz in jedem Abschnitt steigern können.

Winfried Schmidt von der BMW Group skizzierte die B2B-Strategie des Unternehmens und ging dabei auf Bereiche wie Collaborative Engineering, Beschaffungsmanagement, Supply-Chain-Optimierung und SRM-Projekte ein. Seine Präsentation zeigte, wie digitale Integration Kosten senken und die Entwicklungszeiten verkürzen kann.

Klaus H. Mühleck von Audi AG demonstrierte unterdessen, wie Geschäftsnetzwerke und IT-Roadmaps zum Aufbau robuster Systemarchitekturen beitragen. In seinem Vortrag untersuchte er die Bedeutung langfristiger Planung, um Automobilhersteller in einem sich rasant wandelnden Markt wettbewerbsfähig zu halten.

Auch Dr. Christian Stöcklmayer von SupplyOn AG kam zu Wort und erläuterte, wie Online-Marktplätze die Einbindung von Zulieferern vereinfachen können. Seine Ausführungen wiesen auf eine Zukunft hin, in der digitale Plattformen eine zentrale Rolle bei der Steuerung komplexer Lieferketten spielen werden.

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Die Veranstaltung fand zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt. Branchenprognosen zufolge wird die Zahl der Automobilzulieferer von 5.500 auf nur noch 2.000 bis 2010 schrumpfen, da Konsolidierung und technologische Anforderungen kleinere Unternehmen vom Markt drängen. Angesichts der sich verschärfenden globalen Konkurrenz waren sich die Experten einig: Innovationen im IT-Bereich werden für das Überleben unverzichtbar sein.

Die Konferenz unterstrich die wachsende Bedeutung von Technologie für die Zukunftssicherung der Automobilindustrie. Da bis 2010 weniger Hersteller und Zulieferer übrig bleiben werden, dürften diejenigen einen Vorteil haben, die in digitale Zusammenarbeit und effiziente IT-Systeme investieren. Die Diskussionen in Stuttgart machten deutlich: Diese Veränderungen mitzugehen, ist keine Option mehr – es ist eine Notwendigkeit, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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