05 June 2026, 10:18

Verfallene DDR-Militärruine auf Pfählen für 60.000 Euro ersteigert – doch was nun?

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Verfallene DDR-Militärruine auf Pfählen für 60.000 Euro ersteigert – doch was nun?

Verfallene Militärruine auf Pfählen für 60.000 Euro versteigert

Eine baufällige Militärruine auf Stelzen ist für 60.000 Euro unter den Hammer gekommen. Die verlassene Anlage mit dem Namen Ostervilm liegt in der Lagune Greifswalder Bodden, unweit der Insel Vilm. Die Käufer besitzen nun ein Grundstück mit so gut wie keinem praktischen Nutzen – doch seine ungewöhnliche Geschichte hat für Aufmerksamkeit gesorgt.

Ostervilm war einst ein gesperrtes Marinestützpunkt. Erbaut, um Kriegsschiffrümpfe zu entmagnetisieren, wurde die Anlage während der DDR-Militärzeit betrieben. Die deutsche Marine unterhält noch heute ähnliche Einrichtungen, allerdings nur in Kiel und Wilhelmshaven.

Die Konstruktion selbst ist eine Kuriosität. Sie steht auf 600 hölzernen Pfählen, mit einem Betonrahmen, der von Eisenplatten und Holz verkleidet ist. Im Laufe der Zeit hat das Meer sie verfallen und isoliert zurückgelassen.

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Am 4. Juni versteigert, lag der Startpreis bei 39.000 Euro. Trotz des desolaten Zustands trieb die Konkurrenz unter Bietern den Endpreis auf 60.000 Euro in die Höhe. Doch der neue Eigentümer sieht sich strengen Einschränkungen gegenüber: Es gibt keinen legalen Zugang, und jede Infrastruktur fehlt. Ein Leben dort wäre genauso undurchführbar wie das Einrichten in einem Wohnmobil.

Selbst Sanierungen scheinen unwahrscheinlich. Die Anlage liegt in einer exponierten „Außenzone“, in der Baugenehmigungen kaum zu erhalten sind. In der Nähe bleibt die Insel Vilm ein geschütztes Naturschutzgebiet – einst ein Ferienrückzugsort für die politische Elite der DDR.

Der Verkauf von Ostervilm hinterlässt dem Käufer ein skurriles Stück Geschichte. Mit Baubewilligungen ist nicht zu rechnen, und eine Nutzung bleibt verboten. Vorerst wird die verfallene Ruine so bleiben, wie sie ist: ein Relikt in der Lagune, in der Zeit erstarrt.

Quelle