Unterrichtsausfälle in Westthüringen erreichen alarmierende Rekordwerte
Marko MargrafUnterrichtsausfälle in Westthüringen erreichen alarmierende Rekordwerte
Ausfall von Schulstunden in Westthüringen erreicht besorgniserregendes Ausmaß
An weiterführenden Schulen unter der Zuständigkeit des Staatslichen Schulamts Westthüringen häufen sich die Unterrichtsausfälle. Immer häufiger bleiben ausgefallene Stunden unersetzt – mit gravierenden Folgen für die Schüler:innen, die wichtigen Lernstoff verpassen, und einer zusätzlichen Belastung für das Lehrpersonal. Die Landesregierung hat das Problem mittlerweile als wachsende Herausforderung für die Region anerkannt.
Besonders betroffen ist die Staatliche Regelschule Geisa: Im Frühjahrstrimester 2025/26 fielen hier 21,2 Prozent des Unterrichts ohne Vertretung aus. Besonders stark betroffen waren die Fächer Englisch, Mathematik und Sport. Noch dramatischer ist die Situation an der Staatlichen Regelschule Dermbach, wo die Ausfallquote mit 25,7 Prozent am höchsten lag.
Auch die Erste Gemeindeschule Bad Salzungen kämpft mit massiven Einschränkungen. Im Frühjahr 2025 wurden hier 24,2 Prozent des Unterrichts gestrichen, im Herbst desselben Jahres stieg die Quote sogar auf 36,4 Prozent. Zusammen mit der Staatlichen Gemeinschaftsschule Rhön-Ulstertal in Geisa zählt die Schule zu den am stärksten betroffenen Einrichtungen der Region.
Die Landesregierung hat erste Gegenmaßnahmen eingeleitet, darunter eine optimierte Personalgewinnung und die Einstellung von Vertretungskräften auf Zeit. Doch der Großteil der ausgefallenen Stunden bleibt weiterhin unkompensiert – mit langfristigen Folgen für Schüler:innen und Lehrkräfte.
Martin Henkel (CDU) fordert nun schnelles Handeln vom Staatslichen Schulamt Westthüringen. Er erwartet „spürbare Verbesserungen“ noch vor Beginn des nächsten Schuljahres, um zu verhindern, dass die Schüler:innen in der Region weiter zurückfallen. Die Behörde steht nun in der Pflicht, überzeugende Lösungsansätze vorzulegen.






