Uli Hoeneß polarisiert mit scharfer Kritik an veganer Ernährung und PETA-Kampagne
Juan MentzelUli Hoeneß polarisiert mit scharfer Kritik an veganer Ernährung und PETA-Kampagne
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit Kritik an veganer Ernährung in einem aktuellen Podcast für Aufsehen gesorgt. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Tierrechtsorganisation PETA ihn einlädt, ihr Programm Veganstart auszuprobieren. Der 72-Jährige, der selbst mit gesundheitlichen Problemen wie Herzerkrankungen zu kämpfen hat, bleibt eine streitbare Stimme in vielen Debatten.
In einem Interview beim bayerischen Radiosender Antenne Bayern ließ Hoeneß keinen Zweifel an seiner Haltung: Vegane Ernährung führe langfristig zu Gesundheitsproblemen, und Veganer bezeichnete er als militant. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen.
Dabei ist Hoeneß' eigene Gesundheit wiederholt in den Fokus geraten. Nach Behandlungen wegen Herzproblemen und seinem Kampf gegen Bluthochdruck – beides Beschwerden, die Studien zufolge durch pflanzliche Ernährung gelindert werden könnten – führt seine Familie das traditionelle Fleischwarengeschäft HoWe Wurstwaren weiter. Die Firma wird mittlerweile von seinen Kindern, Sabine und Florian Hoeneß, geleitet.
PETAs Angebot an Hoeneß fällt in eine Zeit, in der sich die Einstellung zum Fleischkonsum zunehmend wandelt. Bereits 2014 hatte der Chef der Rügenwalder Mühle vorausgesagt, Wurst werde zur "Zigarette der Zukunft". Das Veganstart-Programm der Organisation unterstützt Menschen beim Umstieg auf eine Ernährungsweise, die nachweislich der Gesundheit, den Tieren und der Umwelt zugutekommt.
Während immer mehr Menschen aus gesundheitlichen und ethischen Gründen auf pflanzliche Ernährung umsteigen, hält Hoeneß an seiner kritischen Haltung fest. Sein Familienbetrieb für Wurstwaren läuft weiter, doch seine öffentliche Position zu Ernährungsfragen steht im Kontrast zu medizinischen Empfehlungen zur Vorbeugung von Herzerkrankungen. PETAs Einladung rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, ob Hoeneß seine Meinung überdenken wird.






