Tommi Piper – vom Synchronsprecher-Star zur Lebensmittelhilfe in Oberschleißheim
Marko MargrafTommi Piper – vom Synchronsprecher-Star zur Lebensmittelhilfe in Oberschleißheim
Tommi Piper, einst bekannter Synchronsprecher, ist auf die Tafel in Oberschleißheim angewiesen
Nach Jahren finanzieller Not hat der 81-jährige Tommi Piper, einst ein bekannter Name in der deutschen Unterhaltungsbranche, sich an die Tafel in Oberschleißheim gewandt. Der heutige Rentner lebt von einer kleinen Rente und gelegentlicher Unterstützung durch seinen Sohn. Sein Schicksal steht exemplarisch für den drastischen Rückgang an Engagements für Schauspieler und Synchronsprecher im Laufe der Zeit.
Durch den Rückzug aus dem Berufsleben bleibt Piper kaum noch Einkommen. Sein Auto hat er längst verkaufen müssen, und selbst kleine Annehmlichkeiten kann er sich nicht mehr leisten. Seine Frau Angelika starb vor vier Jahren; seitdem lebt er allein in einem bescheidenen Zuhause.
Trotz aller Schwierigkeiten ist er dankbar, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Seine Putzfrau, eine Geflüchtete aus der Ukraine, begleitet ihn mittlerweile zur Tafel, um das Nötigste zu besorgen. Die finanzielle Belastung zwingt ihn zudem, über einen Umzug in ein betreutes Wohnen im Alter nachzudenken.
Neben den beruflichen Rückschlägen arbeitet Piper seit Jahren an einer Autobiografie mit dem Titel "Ja, ich war Alf", in der er sein Leben und seine Karriere aufarbeitet – unterstützt von seinem Co-Autor Johannes Maria Brunner. Doch nach 40 Absagen von Verlagen ist das Buch bis heute unveröffentlicht geblieben.
Pipers Situation zeigt, wie prekär die Lage vieler älterer Künstler ist, wenn die Aufträge ausbleiben. Er ist weiterhin auf Lebensmittelspenden, eine schmale Rente und begrenzte familiäre Hilfe angewiesen. Derzeit konzentriert er sich darauf, doch noch einen Verlag für sein Buch zu finden und eine langfristige Wohnlösung zu suchen.






