07 June 2026, 18:28

SXSW London beginnt mit Einreiseverboten und Meinungsstreit um Piers Morgan

Piers Morgan: SXSW London hätte mehr für Cenk Uygur tun können, nachdem er aus dem UK ausgewiesen wurde: 'Ich bin ein bisschen enttäuscht'

SXSW London beginnt mit Einreiseverboten und Meinungsstreit um Piers Morgan

SXSW London startet mit Kontroversen um Einreiseverbote

Am 1. Juni hat das SXSW London in Shoreditch begonnen und läuft noch bis zum 6. Juni. Das Festival präsentiert über 800 Redner:innen, Künstler:innen und Filmvorführungen. Doch für Aufsehen sorgte die Nachricht, dass zwei prominente Persönlichkeiten, Cenk Uygur und Hasan Piker, vom britischen Innenministerium die Einreise verweigert wurde.

Uygur sollte eigentlich sowohl beim SXSW London als auch bei einem separaten Vortrag in Oxford sprechen. Stattdessen wurden seine geplanten Auftritte abgesagt, nachdem ihm die britischen Behörden die Einreise verwehrten. Piers Morgan, der am Donnerstag auf dem Festival auftrat, deutete an, dass das Verbot mit Uygurs Kritik an der israelischen Regierung zusammenhängen könnte.

Morgan nutzte seinen Auftritt beim SXSW London zudem, um Prinz Harry und Meghan Markle zu kritisieren. Er hinterfragte ihre Entscheidung, ein Foto ihrer Tochter online zu posten, während sie sich öffentlich für Datenschutz im Netz einsetzen. Später äußerte der Moderator Enttäuschung über die Reaktion der Festivalverantwortlichen auf Uygurs Ausschluss.

Trotz der Auseinandersetzung betonten die Organisator:innen des SXSW London ihre Unterstützung für Morgans Recht auf freie Meinungsäußerung. Gleichzeitig verteidigten sie ihre eigene Haltung und unterstrichen das Engagement des Festivals für einen offenen Dialog. Morgan selbst präzisierte, dass er eher Verständnis für Persönlichkeiten habe, die ihre Privatsphäre aktiv schützen, als für solche, die private Details öffentlich teilen.

Das Festival läuft noch bis zum 6. Juni mit Vorträgen, Auftritten und Filmvorführungen in Shoreditch. Uygurs Abwesenheit hinterlässt eine Lücke im Programm, während Morgans Äußerungen die Debatte über Meinungsfreiheit und Privatsphäre weiter anheizen. Das britische Innenministerium hat sich bisher nicht zu den Gründen für die Einreiseverbote geäußert.

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