17 April 2026, 06:37

Streit um digitale Gewalt: Collien Fernandes vs. Christian Ulmen vor Gericht

Zeitung mit Abbildungen von Menschen und handgeschriebenem Text, der die öffentliche Meinung zu rechtlichen Verfahren zusammenfasst.

Streit um digitale Gewalt: Collien Fernandes vs. Christian Ulmen vor Gericht

Ein Rechtsstreit ist über die Behandlung von Vorwürfen digitaler Gewalt zwischen der Schauspielerin Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann, Christian Ulmen, entbrannt. Der Medienanwalt Christian Schertz wirft der ARD- und NDR-Talkshow Caren Miosga vor, in ihrer Berichterstattung über den Fall parteiisch gewesen zu sein. Die Produzenten der Sendung verteidigen ihren Ansatz und betonen, sie würden damit Lücken im Schutz vor digitaler Gewalt thematisieren.

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht Fernandes' Behauptung, Ulmen habe sie digitaler Gewalt ausgesetzt. Gleichzeitig hat Schertz auch einen Der-Spiegel-Bericht über einen Vorfall auf Mallorca infrage gestellt, Deepfake-Vorwürfe zurückgewiesen und mit rechtlichen Schritten gedroht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Streit begann, als Fernandes Ulmen öffentlich der digitalen Gewalt beschuldigte. Die ARD-Talkshow Caren Miosga lud Fernandes daraufhin gemeinsam mit Bildungsministerin Stefanie Hubig ein, um über Schutzlücken in den Gesetzen gegen digitale Gewalt zu diskutieren. Schertz kritisierte die Sendung dafür, Ulmens Sichtweise ausgeblendet zu haben, und bezeichnete diesen Ansatz als rechtlich fehlerhaft und mit dem Rechtsstaatsprinzip unvereinbar.

Schertz bot an, in der Sendung aufzutreten, um Ulmens Perspektive darzulegen, wurde jedoch abgelehnt. Das Produktionsteam bekräftigte später seine redaktionelle Entscheidung und wies Vorwürfe zurück, rechtliche Grundsätze untergraben zu haben. Gleichzeitig betonten sie Ulmens Unschuldsvermutung.

Unabhängig davon widersprach Schertz der Der-Spiegel-Berichterstattung über eine Auseinandersetzung auf Mallorca. Er behauptete, Polizeiakten würden Fehlverhalten beider Parteien belegen – nicht nur Ulmens. Der Anwalt wies zudem Deepfake-Vorwürfe gegen seinen Mandanten zurück und kündigte eine Klage gegen das Magazin an.

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe prüft weiterhin Fernandes' Vorwürfe. Bisher wurden keine Anklagen erhoben, und die Ermittlungen dauern an.

Die Talkshow bleibt bei ihrer Haltung, Schutzlücken bei digitaler Gewalt aufzuzeigen, während Schertz weiterhin die Ausgewogenheit der Berichterstattung infrage stellt. Die rechtlichen Schritte gegen Der Spiegel werden voraussichtlich vorangetrieben, und die Staatsanwaltschaft hat ihre Prüfung des Falls noch nicht abgeschlossen. Das Ergebnis könnte beeinflussen, wie Medien künftig mit ähnlichen Konflikten umgehen.

Quelle