06 June 2026, 12:29

Starker US-Arbeitsmarkt dämpft Hoffnungen auf Zinssenkungen der Fed

Dax schließt schwächer: US-Arbeitsmarktdaten dämpfen Zinssenkungshoffnungen

Starker US-Arbeitsmarkt dämpft Hoffnungen auf Zinssenkungen der Fed

Die Finanzmärkte reagierten am Freitag mit deutlichen Kursausschlägen auf einen überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht. Die Daten dämpften die Hoffnungen auf frühzeitige Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Federal Reserve) und belasteten Gold, Öl sowie europäische Aktien. Gleichzeitig verlor der Euro gegenüber dem Dollar an Wert, da die Erwartungen an eine kurzfristige geldpolitische Wende schwanden.

Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, wurden im jüngsten Bericht 172.000 neue Stellen geschaffen – fast doppelt so viele wie die prognostizierten 85.000. Trotz des kräftigen Jobzuwachses blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent. Die anhaltende Robustheit des Arbeitsmarktes veranlasste Anleger, die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung neu zu bewerten.

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Die veränderten Erwartungen trafen die Rohstoffmärkte besonders hart. Der Goldpreis gab um 3,1 Prozent nach und notierte bei 4.341 Dollar pro Unze. Auch der Preis für Nordsee-Brent-Öl sank um 1,23 Dollar auf 93,80 Dollar pro Fass – ein Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vortag.

Europas Börsen spürten ebenfalls den Druck. Der deutsche DAX-Index, der sich zuvor der Marke von 25.000 Punkten genähert hatte, schloss bei 24.759 Zählern – ein Minus von 0,8 Prozent. Gleichzeitig schwächte sich der Euro ab und wurde bis Handelsende mit 1,1536 Dollar gehandelt.

Die aktuellen US-Beschäftigungsdaten haben die Markterwartungen an sinkende Kreditkosten vorerst auf Eis gelegt. Gold, Öl und europäische Aktien gerieten unter Abgabedruck, während Anleger ihre Strategien anpassten. Da die Federal Reserve vorerst kaum zu Zinssenkungen bereit scheint, werden Händler in den kommenden Wochen gespannt auf weitere wirtschaftliche Signale achten.

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