SPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Juan MentzelSPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Die SPD in Baden-Württemberg hat nach einer historischen Wahlniederlage eine neue Doppelspitze gewählt. Isabel Cademartori und Robin Mesarosch übernehmen den Parteivorsitz, nachdem eine Mitgliederbefragung mit hoher Beteiligung stattgefunden hat. Ihre Wahl markiert einen Kurswechsel für die Partei, die nun nur noch viertstärkste Kraft im Landtag ist.
Rund 30.000 SPD-Mitglieder im Land waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben – 46,5 Prozent beteiligten sich an der Umfrage. Cademartori und Mesarosch erreichten mit 56,5 Prozent eine absolute Mehrheit und setzten sich gegen die Mitbewerber Dorothea Klische-Behnke (24,5 Prozent) und Carsten Lotz (19,7 Prozent) durch. Ein Parteitag in Ulm wird das Ergebnis an diesem Wochenende formal bestätigen.
Die neuen Vorsitzenden haben klare Schwerpunkte gesetzt: Sie wollen soziale Ungleichheit und Klimaschutz angehen, gleichzeitig die interne Kommunikation verbessern und die Kampagnenarbeit straffen. Mesarosch hatte zuvor die Wahl von Sascha Binder zum Fraktionsvorsitzenden kritisiert, nachdem die SPD im März mit nur 5,5 Prozent der Stimmen ein historisch schlechtes Ergebnis erzielt hatte.
Die SPD liegt im Landtag nun hinter der AfD. Die künftigen Doppelspitzen wollen mit einer Fokussierung auf zentrale Politikbereiche wieder an Zustimmung gewinnen. Ihre offizielle Bestätigung erfolgt auf dem anstehenden Parteitag in Ulm.






