Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger in nur einem Jahr
Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft um 20.000 Einheiten in nur einem Jahr
Laut den jüngsten Zahlen ist der Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland innerhalb eines Jahres um 20.000 Einheiten gesunken. Ende 2025 belief sich die bundesweite Gesamtzahl auf etwa 1,05 Millionen – ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Schwund stößt bei Wohnungsexperten und Politikern gleichermaßen auf Kritik.
Die Verluste waren jedoch nicht gleichmäßig über das Land verteilt. Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 18.538 weniger Sozialwohnungen den stärksten Rückgang – trotz Neubauten. Berlin verlor 2.957 Einheiten, Bayern 2.790. Bundesweit wurden 57.621 Wohnungen aus den mietpreisgebundenen Sozialwohnungsprogrammen genommen.
Einige Bundesländer konnten dem Trend jedoch entgegenwirken. Baden-Württemberg erzielte mit einem Nettozuwachs von 3.046 Sozialwohnungen die beste Bilanz des Landes. Niedersachsen baute 1.240 Einheiten aus, Sachsen verzeichnete einen Zuwachs von 944. Gleichzeitig entstanden 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat bis 2029 Fördermittel in Höhe von 23,5 Milliarden Euro zugesagt, um die Wohnungsnot zu lindern. Dennoch kritisiert die Wohnungsbauexpertin der Linken, Lay, die bestehende Lücke und schätzt den bundesweiten Fehlbestand auf rund eine Million Sozialwohnungen.
Der allgemeine Rückgang bedeutet, dass es in Deutschland immer weniger bezahlbaren Wohnraum für Bedürftige gibt. Mit den zugesagten Mitteln will die Bundesregierung den Trend bis 2029 umkehren. Die Zahlen zeigen jedoch, wie ungleich der Fortschritt in den Bundesländern verläuft: Während einige den Bestand ausbauen, schrumpft er in anderen weiter.






