03 May 2026, 00:38

Schnitzer lehnt Flugsubventionen ab: "Urlaub nicht auf Kinderkosten finanzieren"

Plakat, das die Sommer- und Winterresorts der London, Chatham and Dover Railway bewirbt, mit Abbildungen von Gebäuden, Bäumen, Blumen, einer Karte und beschreibendem Text.

Schnitzer lehnt Flugsubventionen ab: "Urlaub nicht auf Kinderkosten finanzieren"

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat sich gegen neue Subventionen für Flugreisen und Spritrabatte ausgesprochen. Sie warnte, dass steigende Energiekosten und eine Verknappung von Kerosin die Verbraucher zwingen werden, ihre Reisepläne zu überdenken. Ihre Äußerungen kommen zu einer Zeit wachsender wirtschaftlicher Belastungen, während die Sorge vor höheren Transportkosten und Lebensmittelpreisen um sich greift.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Schnitzer lehnte staatlich geförderte Preisnachlässe für Sommerflüge entschieden ab und argumentierte, solche Maßnahmen würden kommende Generationen unfair belasten. „Wir können Sommerurlaube nicht auf Kosten unserer Kinder finanzieren, indem wir ihnen noch mehr Schulden aufbürden“, erklärte sie. Auch den kürzlich beschlossenen Spritrabatt bezeichnete sie als „großen und sozial ungerechten Fehler“.

Hohe Preise verteidigte sie als notwendiges Signal für Knappheit und forderte stattdessen Maßnahmen wie ein generelles Tempolimit oder autofreie Sonntage, um die Nachfrage zu drosseln. Sollte sich die Kerosinverknappung verschärfen, werde der Flugverkehr ohnehin zurückgehen, so Schnitzer – die Verbraucher müssten dann ihre Urlaubspläne anpassen.

Über den Reisebereich hinaus warnte Schnitzer vor weiteren wirtschaftlichen Risiken, darunter eine mögliche Blockade der Straße von Hormus. Dies könnte die Transport- und Lebensmittelkosten in die Höhe treiben und den Inflationsdruck verstärken. Zudem prognostizierte sie, dass steigende Preise in den anstehenden Tarifverhandlungen zu höheren Lohnforderungen führen könnten, was die Europäische Zentralbank möglicherweise zu weiteren Zinserhöhungen zwingen werde.

Schnitzers Haltung unterstreicht ihre Forderung nach Haushaltsdisziplin angesichts zunehmender wirtschaftlicher Spannungen. Ihre Warnungen betonen, dass die Nachfrage gesenkt werden müsse, statt neue Subventionen zu schaffen. Die Debatte über Energiekosten und Reiseförderungen wird voraussichtlich an Fahrt aufnehmen, während die Preise weiter steigen.

Quelle