18 June 2026, 14:24

Sachsen-Anhalts Handwerk in der Krise: Umsätze brechen ein, Jobs gehen verloren

Handwerk startet ins Jahr schwach

Sachsen-Anhalts Handwerk in der Krise: Umsätze brechen ein, Jobs gehen verloren

Vorläufige Daten des Statistischen Landesamtes zeigen einen deutlichen Rückgang im Handwerkssektor Sachsen-Anhalts. Viele Betriebe kämpfen mit steigenden Kosten und sinkenden Umsätzen. Vertreter der Branche fordern nun politische Maßnahmen, um die Krise zu bewältigen.

Der Sächsische Handwerkstag meldet einen kontinuierlichen Rückgang bei seinen Mitgliedern. Besonders Zulieferer leiden unter dem industriellen Abschwung und den stark gestiegenen Ausgaben. Auch Autowerkstätten, Lebensmittelhandwerke und gesundheitsnahe Handwerksbetriebe verzeichneten rückläufige Umsätze.

Die Bauumsätze in Sachsen-Anhalt sanken im Vergleich zum Vorjahr um fast 12 Prozent. Explodierende Beschaffungskosten für Energie und Treibstoffe verschärften die Lage zusätzlich. Selbst handwerkliche Dienstleister für Privatkunden wie Friseure und Fotografen verbuchten zwar Umsatzzuwächse, bauten aber dennoch Personal ab.

In allen Handwerkszweigen der Region gingen die Beschäftigtenzahlen zurück. Die wirtschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass Unternehmen Investitionen aufschieben und die Talfahrt verschärfen. Handwerksverbände im ganzen Land drängen nun auf Reformen, um die Branche zu stabilisieren.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die schwierige Phase für das Handwerk in Sachsen-Anhalt. Trotz teilweise gestiegener Umsätze in einigen Bereichen werden Stellen abgebaut. Steigende Kosten und die schwache Konjunktur belasten die Branche weiterhin schwer.

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