Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Juan MentzelRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Die Transaktion, deren Abschluss für das spätere Jahr 2026 erwartet wird, markiert eine bedeutende Weichenstellung, da sich das Unternehmen künftig stärker auf sein Kerngeschäft im Verteidigungsbereich konzentrieren will. Allein im vergangenen Jahr erzielte die Sparte einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro und beschäftigte 6.250 Mitarbeiter.
Zum Verkaufspaket gehört der Großteil des Automobilzulieferergeschäfts von Rheinmetall. AEQUITA wird alle aktuellen Beschäftigten übernehmen, während die Geschäfte unter den etablierten Markennamen Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice weitergeführt werden. Nach dem Vollzug der Transaktion dürfte der Umsatz von AEQUITAs Automobilsegment auf etwa fünf Milliarden Euro anwachsen.
Drei deutsche Standorte des Joint Ventures KS Huayu AluTech sind nicht Teil des Verkaufs und verbleiben bei Rheinmetall. Ebenfalls im Konzern bleibt Dermalog SensorTec, das bisher zur Power-Systems-Sparte gehörte und künftig in die Division Weapon and Ammunition (Waffen und Munition) integriert wird.
Das spanische Werk von Pierburg S.A. im baskischen Abadiano wird zunächst sowohl zivile als auch militärische Produkte fertigen, bevor es vollständig auf Rüstungsgüter umstellt. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt finaler Anpassungen und behördlicher Genehmigungen.
Der Verkauf ist ein zentraler Baustein in Rheinmetalls Strategie, sich auf die Bereiche Verteidigung und Sicherheit zu fokussieren. AEQUITA übernimmt damit eine Sparte, die Tausende Beschäftigte zählte und maßgeblich zum Konzernumsatz beitrug. Die finale Unterzeichnung des Abkommens wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.






