Prozess um spektakulären 5,6-Millionen-Euro-Diebstahl beginnt in Berlin
Marko MargrafProzess um spektakulären 5,6-Millionen-Euro-Diebstahl beginnt in Berlin
Drei Männer müssen sich ab diesem Dienstag vor dem Landgericht Berlin wegen des Diebstahls von 5,6 Millionen Euro von einem Geldtransportunternehmen verantworten. Die Verhandlung beginnt um 9:30 Uhr und markiert den Auftakt eines Prozesses, der großes öffentliches Interesse auf sich gezogen hat. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, den Raub vor vier Monaten verübt und die Beute anschließend an verschiedenen Orten versteckt zu haben.
Der Überfall ereignete sich am 21. Dezember 2025, als das Geld in Säcken im Tresorraum des Unternehmens verpackt war. Zwei der Beschuldigten waren zum Zeitpunkt der Tat Angestellte des betroffenen Unternehmens, wie aus den Gerichtsakten hervorgeht. Ein dritter Mann soll beim Verladen des Geldes in ein Fluchtfahrzeug geholfen haben.
Nach dem Raub wurde die Beute aufgeteilt und an verschiedenen Verstecken deponiert. Die Ermittler konnten später rund 2,1 Millionen Euro sichern, deren Einziehung die Staatsanwaltschaft nun beantragt. Zudem wird die Beschlagnahmung weiterer 3,4 Millionen Euro gefordert, die mutmaßlich aus der Beute stammen.
Der Prozess soll bis zum 28. April dauern, wobei bereits zwei Verhandlungstermine feststehen. Im Mittelpunkt wird die Rolle jedes Angeklagten bei dem mutmaßlichen Coup und der anschließenden Verwertung des gestohlenen Geldes stehen.
Das Gericht wird entscheiden, ob die drei Männer des schweren Diebstahls schuldig sind. Bei einer Verurteilung drohen ihnen empfindliche Strafen, darunter der Verlust der beschlagnahmten sowie der noch ausstehenden Gelder. Der Fall unterstreicht die Gefahren, die von Insidern bei Sicherheitsverstößen ausgehen.






