EnBW prüft Teilverkauf von TransnetBW für Milliarden-Expansion der Energiewende
Franka MeisterEnBW prüft Teilverkauf von TransnetBW für Milliarden-Expansion der Energiewende
Der Energieversorger EnBW prüft einen Teilverkauf seiner Netztchter TransnetBW. Mit dem Schritt will das Unternehmen Mittel für ein umfangreiches Expansionsprogramm aufbringen, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. Ein potenzieller Investor könnte sich mit bis zu 49 Prozent beteiligen, während EnBW die Kontrolle über das Unternehmen behält.
TransnetBW betreibt ein überregionales Stromnetz, das oft als "Rückgrat der Energiewende" in Baden-Württemberg und ganz Deutschland bezeichnet wird. Das Unternehmen spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Stromflusses von erneuerbaren Energien zu Verbrauchern und Unternehmen.
EnBW hat in den vergangenen Jahren bereits andere Großprojekte für externe Partner geöffnet. Dazu zählen Verteilnetze wie die Netze BW sowie Offshore-Windparks wie EnBW Hohe See/Albatros und EnBW Baltic 2. Mit dieser Strategie werden Kosten geteilt und gleichzeitig die Entwicklung beschleunigt.
Zwischen 2021 und 2025 plant EnBW Investitionen in Höhe von rund 12 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon – über 6 Milliarden Euro – fließt in den Ausbau und die Modernisierung der Strom- und Gasnetze. Der Teilverkauf von TransnetBW würde zusätzliche finanzielle Spielräume für diese Vorhaben schaffen.
Die Erlöse aus einem möglichen Beteiligungsverkauf würden EnBWs Fähigkeit stärken, die Wachstumspläne zu finanzieren. Angesichts der bereits geplanten Großinvestitionen konzentriert sich das Unternehmen darauf, seine Infrastruktur für die Energiewende auszubauen. Unabhängig von einer möglichen Transaktion bleibt EnBW Mehrheitsaktionär von TransnetBW.






