PETA prangert brutale Elefantentrainings im Wuppertaler Zoo an
Die Tierrechtsorganisation PETA wirft dem Wuppertaler Zoo vor, seine afrikanischen Elefanten misszuhandeln. Videoaufnahmen aus dem Jahr 2018 zeigen, wie Pfleger gewaltsame Methoden anwenden, um die Tiere für Besucher vorführen zu lassen. Die Organisation behauptet, der Zoo habe wiederholte Warnungen zu diesem Problem ignoriert.
Aufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden, belegen, dass Pfleger im Wuppertaler Zoo sogenannte Bullenhaken einsetzen, um die Elefanten zu kontrollieren. Die Tiere wurden gezwungen, für Fotos Positur anzunehmen, Menschen auf ihrem Rücken zu tragen und Kunststücke vorzuführen. In einer Szene zieht ein Pfleger an den Stoßzähnen eines Elefanten, während ein anderer mit dem spitzen Werkzeug in dessen Haut sticht.
Der Zoo bietet Sonderveranstaltungen an, bei denen Besucher in engem Kontakt mit den Elefanten interagieren können – was zusätzliche Einnahmen generiert. PETA erklärt, dass selbst das Elefantenbaby Tuffi denselben Trainingsmethoden ausgesetzt sei. Die Organisation argumentiert, dass solche Praktiken psychischen Stress und körperliche Schäden verursachen.
PETA hatte Oberbürgermeister Andreas Mucke und Mitglieder des Stadtrats bereits auf die Missstände aufmerksam gemacht, erhielt jedoch keine Antwort. Nun fordert die Organisation ein sofortiges Ende der Misshandlung. Zudem erneuert sie ihre Forderung, auf ein "Protected-Contact"-System umzustellen, bei dem Pfleger und Elefanten stets durch Barrieren voneinander getrennt bleiben.
Die Tierschützer sind überzeugt, dass Elefanten aufgrund ihrer komplexen sozialen und ökologischen Bedürfnisse generell nicht in Zoos gehalten werden sollten.
Der Druck auf den Wuppertaler Zoo wegen seiner Elefanten-Haltungsmethoden hält weiter an. PETA besteht darauf, dass die Stadt handeln muss, um den Einsatz von Bullenhaken und anderen zwanghaften Trainingsmethoden zu beenden. Ohne Eingreifen, warnt die Organisation, seien die Tiere weiterhin Stress und Verletzungen ausgesetzt.






