Österreichs 5-Milliarden-Sparpaket: Wer zahlt die Zeche für die Haushaltssanierung?
Juan MentzelÖsterreichs 5-Milliarden-Sparpaket: Wer zahlt die Zeche für die Haushaltssanierung?
Finanzminister Markus Marterbauer hat dem Nationalrat einen Konsolidierungsplan im Umfang von 5 Milliarden Euro vorgestellt. Das Vorhaben zielt darauf ab, das Haushaltsdefizit durch eine Kombination aus Ausgabenkürzungen und neuen Einnahmequellen zu bekämpfen. Es ist Teil einer umfassenderen Strategie, die öffentlichen Finanzen bis 2028 zu stabilisieren.
Die Regierung treibt damit ihr zweites großes Sparpaket voran, das in den Doppelhaushalt 2027/28 eingebettet ist. Unternehmen und Banken werden einen Großteil der Last tragen: Sie müssen mit höheren Unternehmenssteuern, einer verlängerten Bankenabgabe und gestiegenen Dividenden aus staatlichen Beteiligungen rechnen.
Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die Senkung der Lohnnebenkosten, wobei die Änderungen ab 2028 greifen sollen. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass das Haushaltsdefizit bis zu diesem Zeitpunkt unter die EU-Grenze von drei Prozent gedrückt wird.
Das Paket setzt klare finanzpolitische Ziele für die kommenden Jahre. Bis 2028 will die Regierung die EU-Defizitregeln einhalten und gleichzeitig die Steuerlast für Arbeitnehmer verringern. Um dies zu erreichen, setzt der Plan auf Einsparungen ebenso wie auf zusätzliche Einnahmequellen.






