Neues Gesetz soll Wohnungsbau in Deutschland beschleunigen und günstiger machen
Franka MeisterNeues Gesetz soll Wohnungsbau in Deutschland beschleunigen und günstiger machen
Deutschlands Wohnungsnot könnte durch vereinfachte Bauvorschriften gelindert werden. Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Baukosten durch schlankere Standards zu senken. Ein neues Gesetz, das Gebäudetyp-E-Gesetz, wird derzeit ausgearbeitet, um Wohnraum bezahlbarer und einfacher zu errichten.
Die Bundesministerinnen Verena Hubertz und Stefanie Hubig (beide SPD) haben die zentralen Ideen des Vorhabens vorgestellt. Ihr Entwurf sieht ein dreistufiges System für Bauqualität vor: Basis-, Mittel- und Premiumstandard. Dem Plan zufolge würde automatisch der „Basisausführungsstandard“ gelten, Aufwertungen wären möglich, Abstriche jedoch nicht.
Der NKR berät die Regierung bei der Gesetzesausarbeitung mit dem Ziel, Bürokratie und Kosten zu reduzieren. Seine Empfehlungen zielen darauf ab, Bauträgern und Handwerkern mehr Flexibilität bei der Wahl der Standards zu geben. Parallel arbeitet das Justizministerium an einem Referentenentwurf, der in den kommenden Monaten vorgelegt werden soll.
Das Gebäudetyp-E-Gesetz würde einen Mindeststandard für den Bau festlegen, gleichzeitig aber höhere Qualitätsoptionen zulassen. Bei Verabschiedung könnte es die Kosten senken und Wohnungsbauprojekte beschleunigen. Als nächster Schritt steht die Veröffentlichung des Entwurfs zur weiteren Prüfung und Debatte an.






