Nauroder Kerb feiert Bierstadts Tradition und Gemeinschaft auf dem Fichteplatz
Marko MargrafNauroder Kerb feiert Bierstadts Tradition und Gemeinschaft auf dem Fichteplatz
Der Nauroder Kerb – Bierstadts traditionelles Herbstfest versammelte die Gemeinschaft erneut auf dem Fichteplatz
Das Nauroder Kerb, der langjährige Herbstmarkt von Bierstadt, brachte die Gemeinde einmal mehr auf dem Fichteplatz zusammen. Die von Stadtratpräsident Dr. Gerhard Obermayr geleitete Veranstaltung feierte vor einem großen Publikum den lokalen Stolz und die Traditionen der Stadt. Die diesjährigen Feierlichkeiten unterstrichen die tiefe Verbindung des Platzes mit der Identität Bierstadts.
Dr. Obermayr eröffnete den Kerb auf der Bühne, umgeben von prominenten Persönlichkeiten wie Dr. Patricia Becher, Leiterin der Stadtverwaltung, dem Bezirksvorsteher Rainer Volland, Jasmin I. (der Bembel-Fee) und Viktoria I. (der Blumenkönigin von Naurod). Als die Sonne hinter dem Horizont versank, erfüllte eine erwartungsvolle Stimmung die lebendige Atmosphäre auf dem Platz.
In seiner Rede beschrieb Obermayr den Fichteplatz als weit mehr als nur einen Veranstaltungsort. Er nannte ihn ein Symbol für Bierstadt selbst – laut, herzlich, eigenwillig und echt. Der Platz dürfe niemals zu einem bloßen Instrument der Stadtplanung werden, sondern müsse seinen Ursprüngen treu bleiben, betonte er.
Der Stadtratpräsident lobte zudem den ehrenamtlichen Geist und den starken Gemeinschaftssinn des Viertels. Besonders erwähnte er Silke, die am nächsten Tag nach Fehmarn aufbrechen würde, und scherzte, er wünschte, er könnte sie begleiten. Zum Abschluss seiner Worte rief Obermayr "Mir san mir" – ein bayerischer Ausdruck, der so viel bedeutet wie "Wir sind, wie wir sind" – und erntete dafür jubelnden Beifall.
Das Kerb, das seit 1952 in dieser Form stattfindet, war schon immer mehr als nur das Anschlagen eines Fassbiers. Es steht für den ungebrochenen Charakter Bierstadts, der Tradition mit dem unerschütterlichen Stolz seiner Bewohner verbindet.
Die Veranstaltung festigte die Rolle des Fichteplatzes als Herzstück von Bierstadts Identität. Mit Reden, Musik und einer ausgelassenen Menge bewies der Kerb erneut seinen Stellenwert als tragende Säule der lokalen Kultur. Die Gemeinschaft verließ den Platz mit einem gestärkten Zugehörigkeitsgefühl und dem Willen, ihre einzigartige Lebensweise zu bewahren.






