Mitteldeutschland-Anbindung verzögert: Fertigstellung erst 2032 statt 2030
Marko MargrafMitteldeutschland-Anbindung verzögert: Fertigstellung erst 2032 statt 2030
Ausbau der Mitteldeutschland-Anbindung verzögert – Fertigstellung erst 2032
Die Pläne zum Ausbau der Eisenbahnverbindung in Mitteldeutschland haben Verzögerungen erlitten: Der Baubeginn wurde auf 2028 verschoben. Das Projekt, das Sachsen und Thüringen mit Westdeutschland verbinden soll, hätte ursprünglich bis 2030 abgeschlossen werden sollen. Nun fordern Politiker dringend zusätzliche Mittel, um die Elektrifizierung und den Ausbau doch noch im Zeitplan zu halten.
Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag drängt auf schnellere Fortschritte bei der Mitteldeutschland-Anbindung. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, bezeichnete die Strecke als „eine der wichtigsten Schienenachsen für Thüringen“ und betonte die Notwendigkeit einer sofortigen Elektrifizierung zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz. Zudem sind teilweise zweigleisige Ausbauten geplant, um die Kapazitäten zu erhöhen.
Die vollständige Elektrifizierung der Strecke sollte den Fernverkehr von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet beschleunigen. Doch dem Projekt fehlen bis 2029 rund zwei Milliarden Euro für die notwendigen Ausbaumaßnahmen – allein für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz werden 544 Millionen Euro benötigt.
Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn das gesamte Vorhaben bis 2030 abschließen wollen. Da der Baubeginn nun aber erst 2028 erfolgt, wird die vollständige Elektrifizierung voraussichtlich erst 2032 abgeschlossen – zwei Jahre später als geplant.
Die Verzögerungen bedeuten, dass die Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland noch Jahre lang langsamer bleiben. Ohne zusätzliche Bundesmittel werden der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz und andere wichtige Streckenabschnitte unvollendet bleiben. Der Erfolg des Projekts hängt nun davon ab, ob die fehlenden Milliarden beschafft werden können, um das neue Zieljahr 2032 zu halten.






