04 May 2026, 10:31

Merz blockt SPD-Steuerpläne ab: "Mit der CDU kommt das nicht"

Altes deutsches Aktienzertifikat über 100 Reichsmark mit schwarzem Rand und deutschem Text.

Merz blockt SPD-Steuerpläne ab: "Mit der CDU kommt das nicht"

Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Koalitionspartner von der SPD mit einer deutlichen Warnung konfrontiert. Im ARD-Format Caren Miosga lehnte er Forderungen nach höheren Steuern für Spitzenverdiener ab und betonte, die CDU werde solche Pläne nicht unterstützen. Seine Äußerungen deuten auf wachsende Spannungen innerhalb der regierenden Koalition hin.

Merz richtete sich direkt an SPD-Chef Lars Klingbeil und erklärte, Steuererhöhungen für Besserverdiener werden mit der CDU/CSU nicht kommen. Er fügte hinzu: „Auch nicht mit mir.“ Der Kanzler zeigte sich dabei ungewöhnlich entschlossen und unterstrich, Kompromisse seien „keine Einbahnstraße“ – die Union müsse in der Koalition mehr Gehör finden.

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Zugleich wies er Spekulationen zurück, seine Partei könnte nach einer alternativen Mehrheit streben. Allerdings warnte er die SPD davor, dies als Freifahrtschein für ihre Politik zu deuten. „In Deutschland gibt es keine linke Mehrheit“, stellte er klar und bekräftigte damit seine Ablehnung der Steuerpläne.

Hinter dem öffentlichen Streit räumte Merz interne Spannungen innerhalb der CDU ein. „Die Unzufriedenheit wächst“, gab er zu, betonte aber: „Ich habe keinen Auftrag, die CDU zu zerstören.“ Seine Worte spiegeln die wachsende Unruhe unter Konservativen über den Kurs der Koalition wider.

Mit seinem Vorstoß setzt Merz die SPD unter Druck, ihre Steuerambitionen zurückzufahren. Seine Forderung nach Zurückhaltung könnte in den kommenden Monaten zu einer Konfrontation in der Wirtschaftspolitik führen. Die Koalition steht nun vor der Herausforderung, diese gegensätzlichen Positionen auszugleichen, ohne ihre Stabilität weiter zu gefährden.

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