Leipzigs Mega-Solarthermieanlage startet – ein Durchbruch für grüne Wärmeversorgung
Franka MeisterLeipzigs Mega-Solarthermieanlage startet – ein Durchbruch für grüne Wärmeversorgung
Leipzigs riesige Solarthermieanlage geht ans Netz – ein Meilenstein für die Wärmewende
In Leipzig ist Deutschlands größte Solarthermieanlage in Betrieb gegangen. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat offiziell 13.200 Sonnenkollektoren an das Netz angeschlossen – ein bedeutender Schritt für die erneuerbare Wärmeversorgung der Stadt. Die Anlage soll einen erheblichen Teil des lokalen Bedarfs an Warmwasser und Heizwärme decken.
Der Bau des Kraftwerks dauerte eineinhalb Jahre. Auf einer Fläche von 14 Hektar kommen Vakuumröhrenkollektoren des Herstellers Ritter sowie moderne Steuerungstechnik zum Einsatz, um die Wärmeaufnahme zu optimieren. Die Anlage erreicht eine Spitzenleistung von 41 Megawatt – genug, um im Sommer etwa ein Fünftel des Leipziger Wärmebedarfs zu decken.
Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 40 Millionen Euro, wobei 16 Millionen Euro aus Bundesfördermitteln und anderen Zuschüssen stammten. Solarthermie gilt als besonders effizient: Pro Hektar erzeugt sie etwa dreimal so viel Energie wie Photovoltaik. Dennoch fristet die Technologie in Deutschland ein Nischendasein – die neu installierte Leistung sank von knapp 500 Megawatt im Jahr 2022 auf nur noch 154 Megawatt im vergangenen Jahr.
Auch andere Städte wie Dresden-Räcknitz, Potsdam, Mühlhausen und Greifswald betreiben bereits ähnliche Anlagen, die solar erzeugte Wärme in die lokalen Netze einspeisen. Leipzig plant nun weitere grüne Projekte, darunter ein „Power-to-Heat“-System und die Nutzung von Abwärme, um verbleibende Versorgungslücken zu schließen.
Die Leipziger Anlage versorgt bereits Haushalte mit Warmwasser und Heizwärme. Ihre hohe Effizienz und große Dimension unterstreichen das Potenzial der Solarthermie. Die Stadt will ihre erneuerbare Wärmekapazität in naher Zukunft mit zusätzlichen Vorhaben weiter ausbauen.






