Lehrergehälter 2026: Bis zu 725 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Marko MargrafLehrergehälter 2026: Bis zu 725 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Lehrergehälter in Deutschland unterscheiden sich stark – je nach Bundesland, Schulform und Beschäftigungsstatus
Die Bezüge von Lehrkräften in Deutschland variieren erheblich, abhängig vom Bundesland, der Schulart und dem Angestelltenverhältnis. Diese Unterschiede können zu monatlichen Gehaltslücken von mehreren hundert Euro führen. Aktuelle Daten zeigen, wie Standort und Beamtenstatus die Einkommen prägen – mit teils deutlichen Abständen zwischen den Bundesländern bis zum Jahr 2026.
Grundschullehrkräfte starten in Deutschland mit Bruttomonatsgehältern zwischen 3.400 und 3.900 Euro. Allein die Differenz zwischen den Besoldungsstufen A12 und A13 kann 400 bis 500 Euro pro Monat betragen. Verbeamtete Lehrkräfte profitieren zudem davon, keine Rentenbeiträge oder Arbeitslosenversicherung zahlen zu müssen – ein Netto-Vorteil von 400 bis 700 Euro im Vergleich zu angestellten Kollegen.
Spitzenreiter und Schlusslichter bei den Lehrergehältern 2026 Die höchsten Durchschnittsgehälter wird es 2026 in Schleswig-Holstein geben, wo Lehrkräfte im Schnitt 56.000 Euro verdienen, mit einem Höchstwert von 90.700 Euro. Es folgen Hamburg (54.200 Euro) und Rheinland-Pfalz (54.000 Euro). Am unteren Ende der Skala liegt Mecklenburg-Vorpommern mit einem Durchschnittsgehalt von 47.400 Euro, knapp vor Thüringen (48.400 Euro) und Sachsen-Anhalt (49.200 Euro).
Der Abstand zwischen dem best- und dem am schlechtesten zahlenden Bundesland beträgt rund 8.700 Euro brutto pro Jahr – oder etwa 725 Euro im Monat. Bayern, das in offiziellen Vergleichen oft als Spitzenreiter gilt, landet mit einem Durchschnittsgehalt von 52.800 Euro lediglich auf Platz fünf. Die Unterschiede ergeben sich aus dem Beamtenstatus, der Schulform, der Besoldungsstufe und den nachwirkenden Gehaltsunterschieden zwischen Ost und West.
Bildungspolitik ist Ländersache – mit Folgen für die Gehälter Da das Bildungssystem in Deutschland in die Zuständigkeit der Bundesländer fällt, legt jede Region eigene Regeln für die Besoldung fest. Das führt zu erheblichen Disparitäten, selbst bei Lehrkräften mit ähnlichen Qualifikationen und Berufserfahrung.
Bis 2026 wird Schleswig-Holstein bei den Lehrergehältern führend bleiben, während Mecklenburg-Vorpommern das Schlusslicht bildet. Die Differenzen bei Nettoeinkommen, Sozialleistungen und Besoldungsstufen erzeugen ein Flickwerk der Gehälter in ganz Deutschland. Diese Ungleichheiten spiegeln nicht nur regionale Bildungspolitik wider, sondern auch die anhaltende Kluft zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern.






