Landtagswahlen: CDU lehnt AfD und Linke ab – doch die Wähler sind gespalten
Juan MentzelLandtagswahlen: CDU lehnt AfD und Linke ab – doch die Wähler sind gespalten
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Gräben in der Haltung zu politischen Bündnissen vor den anstehenden Landtagswahlen in Deutschland. Die CDU lehnt eine Zusammenarbeit mit der Linken oder der AfD weiterhin kategorisch ab – trotz möglicher Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung. Die Wähler sind uneins, ob der Ausschluss der rechtspopulistischen Partei dieser tatsächlich in die Hände spielt.
Die von Insa zwischen dem 28. und 29. Mai durchgeführte Erhebung befragte 1.003 Personen. Dabei gaben 45 Prozent an, die „Brandmauer“ gegen die AfD komme der Partei zugute, während 30 Prozent dieser Ansicht widersprachen. Die statistische Fehlermarge liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten.
Unter CDU-Anhängern zeigen sich deutliche Unterschiede: Fast die Hälfte – 48 Prozent – würde im Notfall eine Koalition mit der Linken bevorzugen. Gleichzeitig könnten sich 27 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen.
In Sachsen-Anhalt wird unterdessen die Option einer Minderheitsregierung nicht ausgeschlossen. Dies könnte bedeuten, mit der Linken in einzelnen Sachfragen zu verhandeln, auch wenn eine formelle Koalition nicht infrage kommt. Durch die Weigerung der CDU, mit der Linken oder der AfD zu paktieren, verringern sich die Möglichkeiten für eine stabile Regierungsbildung nach der Wahl deutlich.
Die Umfrage unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die Regierungsbildung in den entscheidenden Bundesländern steht. Da die CDU sowohl die Linke als auch die AfD als Partner ausschließt, könnten alternative Lösungen nötig werden. Wie Wähler und Parteien mit diesen Rahmenbedingungen umgehen, wird die politische Landschaft in den kommenden Monaten prägen.






