Kult-Restaurant Ergüns Fischbude in Berlin schließt nach 34 Jahren seine Pforten
Juan MentzelKult-Restaurant Ergüns Fischbude in Berlin schließt nach 34 Jahren seine Pforten
Ergüns Fischbude schließt nach 34 Jahren – Berliner Kult-Restaurant kämpft ums Überleben
Die beliebte türkische Fischkneipe Ergüns Fischbude in den historischen S-Bahn-Bögen Berlins wird nach 34 Jahren ihre Türen schließen. Wie die Deutsche Bahn am 15. März 2026 mitteilte, wird der Mietvertrag nicht verlängert – als Gründe wurden ausstehende Mietzahlungen und wiederholte Mahnungen genannt. Stammgäste und die Nachbarschaft mobilisieren nun, um den geliebten Treffpunkt zu retten.
Das Restaurant eröffnete 1992 unter dem Besitzer Ergün Yilmaz und wurde zu einer Institution im Westen Berlins. Bekannt für frischen Fisch und eine lockere Atmosphäre, betrieb es jahrzehntelang am selben Standort. Die aktuelle Geschäftsführerin Mine Centinbas kämpft seit Monaten um den Erhalt – sogar ein Umzug in neue Räumlichkeiten stand im vergangenen Jahr zur Debatte.
Die Deutsche Bahn bestätigte die Kündigung des Mietvertrags, nachdem Yilmaz trotz mehrfacher Aufforderungen die rückständigen Mieten nicht beglichen hatte. Centinbas vermutet, dass auch Brandschutzbedenken eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnten. Ein konkretes Schließungsdatum steht noch nicht fest, doch das Restaurant bleibt vorerst mit den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet: dienstags bis samstags von 16 bis 21 Uhr sowie sonntags und montags von 16 bis 22 Uhr.
Eine Spendenaktion soll nun das Überleben des Restaurants sichern. Unklar ist jedoch, ob die Gelder den Standort erhalten oder einen Umzug an einen anderen Ort in der Stadt ermöglichen sollen.
Das Ende der Fischbude markiert das Aus einer Ära – über drei Jahrzehnte lang versorgte sie Berliner mit frischem Fisch. Ohne Vertragsverlängerung hängt die Zukunft des Restaurants nun von der Unterstützung der Gemeinschaft und möglichen neuen Räumlichkeiten ab. Der Erfolg der Spendenkampagne wird entscheiden, ob Ergüns Fischbude an einem anderen Standort wiedereröffnen kann.






