02 May 2026, 10:33

Krebs im Endstadium: Warum Bloggerin Lerchek jetzt eine Kosmetikmarke startet

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit einem blauen Hintergrund, fettem weißem "National Cancer Institute"-Text und einer überlappenden kreisförmigen Anordnung von lächelnden Bildern von verschiedenen Menschen.

Krebs im Endstadium: Warum Bloggerin Lerchek jetzt eine Kosmetikmarke startet

Valeria Tschekalina, bekannt als Bloggerin „Lerchek“, startet Kosmetikmarke – trotz Krebs im Endstadium

Die bekannte Bloggerin Valeria Tschekalina, auch unter dem Pseudonym Lerchek bekannt, hat eine eigene Kosmetikmarke auf den Markt gebracht – und das, während sie öffentlich gegen Krebs im Spätstadium kämpft. Ihr ungewöhnlicher Ansatz sorgt für kontroverse Diskussionen: Einige bewundern ihre Offenheit, andere hinterfragen ihre Motive. Der Produzent Gera Iwatschenko vergleicht ihre öffentliche Strategie mit der der Familie Kardashian.

In Werbevideos für ihre neue Marke Eyya Skin sprach Tschekalina offen über ihre Diagnose im Stadium 4. Sie verband persönliche Schicksalsschläge mit Produktwerbung und schuf so eine Mischung aus Widerstandskraft und emotionaler Ansprache. Diese ungewöhnliche Kombination zieht Aufmerksamkeit auf sich – und löst auch Kritik aus.

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Während einige ihrer Follower ihre Ehrlichkeit als mutig und inspirierend empfinden, werfen ihr andere vor, ihre Krankheit auszunutzen, um Mitleid zu erregen und den Absatz zu steigern. In Online-Kommentaren heißt es, manche Videos „setzten zu sehr auf das Mitleidsargument“.

Gera Iwatschenko betont, dass Tschekalinas Vorgehen in Russland selten sei, wo Menschen mit schweren gesundheitlichen Problemen sich meist aus der Öffentlichkeit zurückzögen. Er warnt, dass eine solche Offenheit auf viele Zuschauer befremdlich wirke, da sie mit traditionellen Gepflogenheiten bricht. Iwatschenko vermutet zudem, dass ihre Strategie darauf abziele, die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern.

Auch Tschekalinas Privatleben steht im Fokus: Ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, wurde 2021 wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt.

Die Markteinführung von Eyya Skin spaltet die Meinungen – zwischen Bewunderung für Tschekalinas Stärke und Skepsis gegenüber ihren Methoden. Ihre Verbindung aus Verletzlichkeit und geschäftlicher Kalkulation bleibt ein Diskussionsstoff. Gleichzeitig bleibt ihr öffentliches Image ein viel debattiertes Thema in den russischen Medien.

Quelle