KI revolutioniert die Automobilproduktion – Experten diskutieren Chancen und Herausforderungen
Juan MentzelKI revolutioniert die Automobilproduktion – Experten diskutieren Chancen und Herausforderungen
Über 120 Branchenexperten diskutieren wachsende Rolle von KI in der Automobilproduktion
Kürzlich trafen sich mehr als 120 Fachleute, um die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Automobilherstellung zu erörtern. Der Smart Factory Kongress, veranstaltet vom Magazin Automobilindustrie, brachte Führungskräfte von Siemens, Google Cloud und Daimler Truck zusammen. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von KI – von der Qualitätskontrolle bis hin zur Optimierung der Lieferkettenlogistik.
Den Auftakt der Veranstaltung bildeten Führungen durch die Forschungsfabrik Karlsruhe sowie das Daimler-Truck-Werk in Wörth. Die Forschungsstätte widmet sich vorrangig KI-gestützten Projekten, darunter Industrie 4.0, Leichtbauweise und Technologien für Elektrofahrzeuge. Daimler Truck präsentierte unterdessen seinen neuen E-Actros 600, einen batteriebetriebenen Fernverkehrs-Lkw mit einer Reichweite von 600 Kilometern, der in diesem Jahr auf den Markt kam.
Während des Kongresses prognostizierte Bernd Mangler von Siemens rasante Fortschritte durch KI in der Automobilbranche. Gerhard Keller von Google Cloud verglich die Technologie mit einem Teenager – leistungsstark, aber noch unberechenbar. Olaf Sauer vom Fraunhofer IOSB betonte, dass menschliche Kreativität weiterhin entscheidend sei, um KI-Werkzeuge sinnvoll einzusetzen.
Auch praktische Anwendungen wurden vorgestellt: Sebastian Jonas von Schaeffler berichte, wie eine KI-unterstützte Montagelinie, die erstmals in China getestet wurde, die Effizienz steigern konnte. Dieter Stenkamp von SEW-Eurodrive rief europäische Unternehmen dazu auf, mutiger an die KI-Herausforderung heranzutreten, und forderte "mehr chinesischen Pioniergeist" bei der Einführung.
Der Kongress unterstrich den wachsenden Einfluss von KI auf die Automobilproduktion. Fabriken setzen die Technologie bereits ein, um Prozesse zu optimieren – von der automatisierten Montage bis zur Lieferkettensteuerung. Die Experten waren sich einig: Zwar birgt KI enormes Potenzial, doch bleiben menschliche Kontrolle und Innovationskraft entscheidend für ihren Erfolg.






