IG-BCE-Chef fordert drastische Steuerreformen für Superreiche und Spitzenverdiener
Ron StollIG-BCE-Chef fordert drastische Steuerreformen für Superreiche und Spitzenverdiener
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat weitreichende Steuerreformen vorgeschlagen, die sich an Spitzenverdiener und Superreiche richten. Sein Plan umfasst höhere Erbschaftssteuern, die Einführung einer Vermögensabgabe sowie Anpassungen der Einkommensteuer-Grenzwerte, um öffentliche Investitionen zu finanzieren.
Vassiliadis strebt eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes um zwei bis drei Prozentpunkte an. Derzeit liegt dieser bei 42 Prozent; die Anhebung würde die höchsten Einkommensbezieher betreffen. Zudem schlägt er vor, die Grenze für diesen Steuersatz auf etwa 100.000 Euro Bruttojahreseinkommen anzuheben.
Eine zusätzliche Vermögenssteuer soll für Personen mit Jahreseinkünften von über 200.000 Euro gelten. Der Gewerkschaftschef argumentiert, dass die Vermögendsten einen größeren Beitrag zur Finanzierung von Infrastruktur und Verteidigung leisten sollten, da sie am meisten von stabiler Sicherheit und zuverlässigen öffentlichen Dienstleistungen profitierten.
Obwohl Vassiliadis Bedenken der Wirtschaft hinsichtlich höherer Steuern auf Betriebsvermögen anerkennt, setzt er sich stattdessen für strengere Erbschaftssteuern ein. Sein Ziel ist es, Schlupflöcher zu schließen, die es ermöglichen, Vermögen steuerfrei an die nächste Generation weiterzugeben.
Die geplante Sonderabgabe für Superreiche würde gezielt langfristige Investitionen in Straßen, digitale Netze und militärische Fähigkeiten fördern. Die Reformen würden die Steuerlast stärker auf die vermögendsten Privatpersonen und Erben verlagern. Vassiliadis betont, dass dieser Ansatz gerecht sei, da er sicherstelle, dass diejenigen mit den größten finanziellen Mitteln mehr zu den nationalen Prioritäten beitrügen. Die Vorschläge müssen nun politisch debattiert werden, bevor sie in Kraft treten könnten.






