30 March 2026, 20:33

Hubertz plant staatliche Wohnungsbaugesellschaft als "Game-Changer" für die Krise

Ein detaillierter Grundrissplan des ehemaligen Bundeskanzleramts, der architektonische Layouts und Textanmerkungen zeigt.

Hubertz plant staatliche Wohnungsbaugesellschaft als "Game-Changer" für die Krise

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat Pläne für die Gründung einer neuen bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft angekündigt. Sie bezeichnete den Vorschlag als möglichen "Game-Changer" für den kriselnden deutschen Wohnungsmarkt. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD wegen ihrer Reformbilanz und jüngster Wahlniederlagen in der Kritik steht.

Hubertz argumentierte, die neue Gesellschaft werde den Wohnungsmarkt "auf eine deutlich stabilere Grundlage" stellen. Sie betonte die Notwendigkeit rascher politischer Weichenstellungen, verbunden mit einer langfristigen Strategie – darunter ein besserer Zugang zu bezahllichem Wohneigentum. Die Gründung eines staatlichen Wohnungsbauunternehmens würde jedoch eine Änderung des Grundgesetzes erfordern.

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Die Ministerin räumte zudem grundsätzliche Herausforderungen in der Wohnungspolitik ein. Zwar versorge die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) derzeit Bundesbedienstete mit Wohnraum, doch Hubertz hält weiterreichende Maßnahmen für notwendig. Finanzminister Lars Klingbeil hatte zuvor einen großangelegten sozialen Wohnungsbau gefordert, doch bürokratische Hürden bleiben bestehen. Dazu zählen über 20.000 technische Normen, 16 verschiedene Landesbauordnungen und hohe regulatorische Kosten, die 40 Prozent der Baukosten ausmachen. Knappe Flächen aufgrund von Nachhaltigkeitsvorgaben sowie rechtliche Unsicherheiten bremsen die Fortschritte zusätzlich aus.

Die Debatten konzentrieren sich nun auf Reformen, die über die Wohnungsbaugesellschaft hinausgehen. Zur Diskussion stehen Deregulierungsmaßnahmen wie eine Vereinheitlichung der Bauvorschriften und vereinfachte Standards im Rahmen eines "Gebäude-Typ-E"-Gesetzes. Weitere Schritte könnten die Reduzierung von Normen, die Priorisierung von Wohnraum in der Flächenplanung sowie rechtliche Initiativen wie der Bauturbo umfassen, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Der SPD-Vorstoß für eine bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft folgt auf jüngste Rückschläge bei Landtagswahlen. Hubertz präsentiert den Plan als Möglichkeit, das Image der Partei als Ermöglicherin sozialer Aufstiegsmöglichkeiten zu stärken. Derzeit liegt der Fokus darauf, rechtliche und regulatorische Hindernisse zu überwinden, um den Wohnungsbau anzukurbeln und bezahlbare Wohnoptionen auszubauen.

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