Hessen fördert Erinnerungsarbeit der Vertriebenen mit 150.000 Euro
Franka MeisterHessen fördert Erinnerungsarbeit der Vertriebenen mit 150.000 Euro
Das Land Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV) 150.000 Euro bewilligt. Innenminister Roman Poseck überreichte den Förderbescheid im Haus der Heimat in Wiesbaden. Die Mittel sollen die Erinnerungsarbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region stärken.
Der hessische Landesverband des BdV setzt sich für die Bewahrung der Geschichten von Flucht, Vertreibung und Neubeginn ein. Er organisiert Begegnungen, pflegt kulturelle Traditionen und schafft Räume für den offenen Dialog. Die stellvertretende Landesvorsitzende Rose-Lore Scholz nahm die Förderung entgegen und bezeichnete sie als Vertrauensbeweis für die Arbeit des Verbandes.
Trotz knapper Haushalte hielt die Landesregierung die volle Fördersumme aufrecht. Ein Teil der Gelder fließt in die gemeinsame Landesgeschäftsstelle, die überregionale Projekte koordiniert und die Arbeit der Regionalgruppen unterstützt. Die Verantwortlichen betonten, dass es sich um eine langfristige Verpflichtung und nicht um eine einmalige Geste handele.
Der BdV-Landesverband Hessen vertritt die Interessen deutscher Vertriebener und fördert demokratische Werte. Zu seinen Aufgaben zählen Bildungsprogramme und öffentliche Veranstaltungen, um das historische Gedächtnis wachzuhalten. Poseck unterstrich, dass Erinnerung mehr als Worte brauche – sie erfordere konkrete finanzielle Unterstützung.
Mit den 150.000 Euro kann der BdV seine Projekte in Hessen fortsetzen. Einrichtungen, die sich mit Erinnerung und Integration befassen, erhalten verstärkte Förderung. Die Mittel sichern die weitere Arbeit zur Bewahrung der Geschichte und zur Förderung des Dialogs.






