18 April 2026, 08:31

Handgreiflichkeiten bei SPD-Streit: Vorwürfe nach Eskalation in Berlin-Mitte

Eine Zeichnung auf Papier zeigt rote Figuren mit der Bezeichnung "republikaner" auf einem blauen Gridiron, mit wütenden Gesichtern und erhobenen Armen, begleitet von fetter schwarzer Schrift.

Handgreiflichkeiten bei SPD-Streit: Vorwürfe nach Eskalation in Berlin-Mitte

Handgreiflichkeiten bei SPD-Streit in Berlin-Mitte: Vorwürfe nach Auseinandersetzung zwischen zwei Parteimitgliedern

Ein internen Konflikt im SPD-Kreisverband Mitte eskalierte körperlich, nachdem es zwischen zwei Parteimitgliedern zu einem hitzigen Wortgefecht gekommen war. Maja Lasic, bildungspolitische Sprecherin der SPD, soll den rivalisierenden Kandidaten Kazem Radpasand bei einer Sitzung am 10. September 2025 angegriffen haben. Der Vorfall ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe politischer Auseinandersetzungen zwischen den beiden.

Der Zwischenfall begann vor dem Berliner SPD-Parteibüro, noch vor einer offiziellen Funktionärsversammlung. Lasic, 1979 in Mostar geboren, sei mit "erhobener Stimme" auf Radpasand zugegangen, nachdem es um ein vorbereitendes Treffen der Ortsvorsitzenden gegangen war. Radpasand behauptet im Nachhinein, sie habe sich auf ihn gestürzt, seinen Arm gepackt und schmerzhaft verdreht.

Lasic, stellvertretendes Mitglied im von Radpasand geführten lokalen Vorstand, räumte über ihren Anwalt ein, ihr "verbale Vorgehen sei nicht angemessen" gewesen, bestreitet jedoch jede körperliche Attacke. Ihre Rechtsvertreter deuteten an, Radpasands öffentliche Vorwürfe stünden im Zusammenhang mit dessen jüngsten politischen Niederlagen – er hatte sowohl bei der Kandidatenaufstellung als auch bei einer weiteren internen SPD-Abstimmung gegen Lasic verloren.

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Radpasand wies den Vorwurf zurück, er suche lediglich Aufmerksamkeit, und bestehe auf eine interne Klärung des Vorfalls. Eine angemessene Entschuldigung von Lasic habe er bisher nicht erhalten, so der Politiker.

Die Auseinandersetzung offenbart die anhaltenden Spannungen innerhalb des SPD-Kreisverbands Mitte. Während Radpasand weiterhin auf eine Entschuldigung und eine sachliche Aufarbeitung pocht, weisen Lasics Anwälte die Vorwürfe einer körperlichen Attacke weiterhin zurück.

Quelle