Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus und fördert Wachstum
Franka MeisterHalle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus und fördert Wachstum
Die Stadtverwaltung von Halle (Saale) hat mit der Überarbeitung des Bebauungsplans für den Technologiepark Weinberg Campus begonnen. Die Änderungen sollen die Wettbewerbsfähigkeit stärken und künftiges Wachstum ermöglichen. Der bestehende Plan aus dem Jahr 1998 entspricht nicht mehr den aktuellen Bau-, Planungs- und Immissionsschutzvorschriften.
Die vorgeschlagenen Anpassungen betreffen zwei angrenzende Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar. Diese Zonen werden vor allem für Forschung und Verwaltung genutzt. Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für eine größere Siedlung vorgesehen war, soll nun im Rahmen des Verfahrens umgewidmet und neu vermarktet werden.
Der aktualisierte Plan wird rechtlich verbindliche Lärmschutzstandards festlegen. Er sieht zulässige Lärmgrenzwerte für jedes Grundstück vor und schützt die Rechte benachbarter Wohngebiete. Zudem werden maximale Gebäudehöhen eingeführt, um den Charakter der örtlichen Landschaft zu bewahren; die genauen Vorgaben werden zu einem späteren Zeitpunkt finalisiert.
Produktions- und Vertriebstätigkeiten, die mit der Forschung verknüpft sind, werden künftig ausdrücklich erlaubt. Diese Änderung ermöglicht es Unternehmen, ihre Aktivitäten auszubauen, ohne umziehen zu müssen. Die Stadt bestätigt, dass das Verfahren die kommunalen Haushalte nicht belasten wird, und rechnet mit neuen Arbeitsplätzen sowie höheren Gewerbesteuereinnahmen durch Neuinvestitionen.
Großflächige Einzelhandelsprojekte sind im Entwurf nicht vorgesehen. Ein 2018 eingereichter Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Supermarkt auf dem Campus war zuvor abgelehnt worden. Der Stadtrat wird am 24. Juni 2026 über die Veröffentlichung des finalen Entwurfs abstimmen.
Die Überarbeitung zielt darauf ab, den Bebauungsplan zu modernisieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Sie führt klarere Regelungen für Lärm, Gebäudehöhen und gewerbliche Aktivitäten ein. Die endgültige Entscheidung über den Entwurf trifft der Stadtrat im kommenden Jahr.






