05 June 2026, 15:41

Habeck warnt vor "klaffendem Vakuum" in der politischen Mitte Deutschlands

Habeck: Kubicki wird die FDP nicht zu einer liberalen Kraft machen

Habeck warnt vor "klaffendem Vakuum" in der politischen Mitte Deutschlands

Deutschland steht vor einem „klaffenden Vakuum“ in seiner politischen Mitte, so Robert Habeck. Der Co-Vorsitzende der Grünen hat sich vor der anstehenden Führungswahl der Freien Demokratischen Partei (FDP) an diesem Wochenende zu Wort gemeldet. Sein Argument: Das Land brauche zwar eine starke liberale Kraft – doch der aktuelle Kurs der Partei werde sie nicht hervorbringen.

Am Samstag wählt die FDP auf ihrem Bundesparteitag einen neuen Vorsitzenden. Einziger Kandidat für den Posten ist Wolfgang Kubicki. Doch Habeck lässt keinen Zweifel: In ihm sieht er nicht den richtigen Mann, um die Partei neu zu erfinden.

Im Gespräch mit dem Spiegel räumte Habeck ein, dass es in der deutschen Demokratie an einer echten liberalen Partei fehle. Weder CDU/CSU noch die AfD könnten diese Lücke füllen, betonte er. Eine liberale Kraft bleibe jedoch unverzichtbar – doch unter Kubicki werde die FDP diese Rolle nicht einnehmen.

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Habeck gab zu, dass Kubickis kämpferischer Stil zwar kurzfristig Wähler aus dem AfD- und Unionslager anziehen könnte. Doch dieser Ansatz werde die FDP nicht zu jener liberalen Bewegung formen, die Deutschland seiner Meinung nach dringend braucht.

Die Führungswahl der FDP findet mit Kubicki als einzigem Bewerber statt. Habecks Äußerungen unterstreichen die Skepsis gegenüber der künftigen Ausrichtung der Partei. Ob es der FDP gelingt, sich als liberale Säule neu zu definieren, bleibt vorerst eine offene Frage.

Quelle