30 April 2026, 16:55

Grüne werfen Merz Versagen in Trumps Truppen-Drohung gegen Deutschland vor

Titelseite der New York Times vom 11. November 1918 mit einer Schlagzeile über das Ende des Ersten Weltkriegs und einem begleitenden Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes in Anzug und Krawatte.

Grüne werfen Merz Versagen in Trumps Truppen-Drohung gegen Deutschland vor

Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen, Sara Nanni, hat Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert, weil er es versäumt habe, die jüngste Drohung des US-Präsidenten Donald Trump zu verhindern. Trump hatte angekündigt, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, falls die Verteidigungsausgaben nicht weiter erhöht würden. Nanni argumentierte, dass entschlossenes Handeln bereits früher die Eskalation der Lage hätte verhindern können.

Nanni machte Merz' Regierung direkt für das Fehlen einer klaren Reaktion auf Trumps Unberechenbarkeit verantwortlich. Seit der US-Präsident im Januar 2025 sein Amt angetreten habe, fehle Deutschland eine kohärente Strategie, um mit seinem erratischen Kurs umzugehen, so ihre Kritik.

Sie betonte, dass die USA NATO genauso dringend brauchten wie das Bündnis auf die Unterstützung Washingtons angewiesen sei. Ohne frühzeitig festgelegte klare Bedingungen habe Trumps Drohung Deutschland nun in eine schwächere Verhandlungsposition gebracht, warnte Nanni.

Die Verteidigungsexpertin forderte Merz auf, seine Autorität als Kanzler zu nutzen, um deutsche Interessen zu wahren. Statt erst auf Drohungen zu reagieren, müsse er eine deutlichere Haltung gegen Trumps Forderungen entwickeln.

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Nannis Kritik unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Berlin und Washington in der Frage der Verteidigungsausgaben. Ihre Forderung nach einer entschlosseneren Strategie deutet darauf hin, dass Deutschland nun schnell handeln muss, um Trumps jüngsten Vorstoß zu kontern. Der Streit wirft Fragen über die künftige Balance innerhalb der NATO auf, während beide Seiten ihre Positionen neu bewerten.

Quelle