Göppingen reformiert städtische Betriebe: Effizienzsteigerung bis 2027
Franka MeisterGöppingen reformiert städtische Betriebe: Effizienzsteigerung bis 2027
Der Gemeinderat von Göppingen hat eine umfassende Umstrukturierung der städtischen Betriebe beschlossen. Die Änderungen sind Teil des Projekts NewOrg 2024, das darauf abzielt, Dienstleistungen zu straffen und die Effizienz zu steigern. Die neue Struktur tritt im Januar 2027 nach einer einjährigen Umsetzungsphase in Kraft.
Laut Plan wird der kommunale Entwässerungsbetrieb (SEG) bis Ende des Jahres aufgelöst. Seine Aufgaben gehen in den städtischen Serviceanbieter (SWG) über, der zudem künftig das Parkraummanagement als eigenständige Einheit übernehmen wird. Gleichzeitig wird die städtische Bodenentwicklungsgesellschaft (BEG) geschlossen; ihre Zuständigkeiten wechseln in das Baudezernat der Stadt.
Die Veranstaltungshalle Stadthalle bleibt weiterhin als direkter kommunaler Eigenbetrieb erhalten. Alle von den Änderungen betroffenen Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze und bestehenden Verträge. Durch die Neugliederung erhofft sich die Stadt mittelfristig Einsparungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro pro Jahr.
Zwei zentrale städtische Unternehmen, die Wohnbau Göppingen GmbH und die Business-Park Göppingen GmbH, werden künftig eng zusammenarbeiten, um Wohn- und Gewerbeflächen gemeinsam zu erschließen. Die größten Arbeitgeber der Stadt – die Schuler AG (2.500 Beschäftigte), die Christophsbad GmbH & Co. KG (1.500 Beschäftigte) und die BruderhausDiakonie Ulm/Ostwürttemberg (5.000 Beschäftigte) – sind von den Umstrukturierungen nicht betroffen.
Die Reform folgt einer Überprüfung der kommunalen Aufgaben, um das System schlanker und effizienter zu gestalten. Nach vollständiger Umsetzung werden jährliche Einsparungen im hohen sechsstelligen Bereich erwartet. Der neue Rahmen soll Anfang 2027 in Kraft treten.






